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Begriffe und Abkürzungen

Dieses Glossar erläutert Begriffe und Abkürzungen, die in der NeuraPort-Oberfläche und im Handbuch verwendet werden. Es verbindet deutsche Fachbegriffe mit gebräuchlichen englischen Bezeichnungen und grenzt ähnlich klingende Konzepte voneinander ab.

Eine Definition erklärt den Begriff, erweitert aber nicht den Funktionsumfang. Ob eine Funktion in NeuraPort sichtbar, beschreibbar, automatisiert oder mit einem Liveprovider verbunden ist, ergibt sich ausschließlich aus der jeweiligen Fachseite, Rolle, Lizenz, Organisationseinheit und Laufzeitkonfiguration. Branchenübliche Bedeutungen sind deshalb keine Zusage, dass jeder genannte Prozess vollständig oder produktiv angebunden ist.

Das Glossar gilt für alle Benutzer und erfordert keine besondere Rolle. Für die Nutzung der beschriebenen Fachfunktionen gelten jedoch weiterhin:

  • die zugewiesene Standard- oder eigene Rolle,
  • das konkrete Lese-, Anlage-, Änderungs-, Lösch-, Export- oder Administrationsrecht,
  • die Lizenz des Produktmoduls,
  • dessen Aktivierung in der aktuellen Organisationseinheit,
  • der Objekt- und Datenscope,
  • bei externen Funktionen der konfigurierte Simulations- oder Livebetrieb.

Die Rollenbezeichnungen ADMIN, MANAGER, DISPATCHER, ACCOUNTANT, CRM, EXECUTIVE und READONLY sind Organisationsrollen. Ein Plattformadministrator ist davon getrennt und erhält nicht automatisch Zugriff auf operative Mandantendaten. Die Altrolle AIR_FREIGHT kann bei migrierten Konten noch vorkommen, ist aber nicht neu zuweisbar.

  1. Suchen Sie zuerst nach der deutschen Bezeichnung, der englischen Langform oder der Abkürzung.
  2. Prüfen Sie bei mehrdeutigen Begriffen den Bereich. IMO kann beispielsweise die Internationale Seeschifffahrtsorganisation, eine Schiffsnummer oder im UI-Kontext eine Gefahrguterklärung bezeichnen.
  3. Lesen Sie in der Spalte Validierung, welche Abgrenzung im NeuraPort-Kontext wichtig ist.
  4. Öffnen Sie für Felder, Bedienwege, Rechte und Statusübergänge die verlinkte Fachseite unter Verwandte Themen.
  5. Behandeln Sie Simulation, Vorschau, erstellt, gesendet, angenommen und freigegeben nicht als austauschbare Status. Prüfen Sie den jeweiligen Fachprozess und eine erforderliche externe Quittung.
  6. Wenn die Oberfläche einen Begriff anders verwendet als die Fachseite, führen Sie keine irreversible Aktion aus und dokumentieren Sie die Abweichung über den vorgesehenen Supportweg.

Die Spalte Pflicht gibt bei diesem Glossar keine Formularpflicht an. bedeutet, dass es sich um einen Nachschlagebegriff handelt.

Feld Pflicht Bedeutung Validierung
Akte / Shipment File Zentraler operativer Vorgang für eine Sendung mit Stammdaten, Route, Dokumenten, Aufgaben und Status. Nicht mit einer einzelnen Buchung, einem Container oder einem Dokument gleichsetzen.
Mandant / Tenant Vertraglich und organisatorisch getrennte Kundenorganisation innerhalb der Plattform. Ein Plattformkonto ist kein Mandantenkonto; Mandantentrennung ersetzt nicht den zusätzlichen OE-Scope.
Organisationseinheit / OE / Organization Unit Standort, Niederlassung oder betriebliche Einheit innerhalb eines Mandanten. Die aktuelle OE beeinflusst Module und Datensicht. Sichtbarkeit eines OE-Namens beweist nicht die Benutzerzuweisung.
Aktuelle OE / Current Organization Unit Für die laufende Sitzung ausgewählte Organisationseinheit. Nach einem Wechsel werden Lizenz-, Navigations- und Datenkontext neu bewertet.
Organisationsadministrator Mandantenrolle für Benutzer-, Rollen-, Modul- oder Organisationseinstellungen im freigegebenen Umfang. Nicht mit Plattformadministrator gleichsetzen. Der konkrete Menüzugang kann zusätzlich eingeschränkt sein.
Plattformadministrator / Platform Administrator Plattformmerkmal für organisationsübergreifende Betriebs- und Vertragsaufgaben. Verleiht keinen allgemeinen operativen Zugriff auf Mandantenakten.
Arbeitsbereich / Workspace Gewählter Produktkontext, etwa Ocean Export, Air Export, Road, Warehouse, CRM oder Finance. Sichtbarkeit hängt von aktueller OE, Modulfreigabe und Rolle ab.
Produktmodul / Product Module Lizenzierbarer Funktionsbereich von NeuraPort. Eine gebuchte Mandantenlizenz muss zusätzlich für die aktuelle OE aktiviert sein.
RBAC / Role-Based Access Control Rollenbasierte Zugriffskontrolle für Fachbereiche und Aktionen. Rollenrecht, Lizenz, OE und Objektscope wirken gemeinsam. Eine sichtbare Schaltfläche ist keine Berechtigungszusage.
RLS / Row-Level Security Zusätzliche Datenbankregel zur Trennung von Datensätzen. Nicht als Ersatz für fachliche Mandanten-, OE- und Objektprüfungen verstehen.
VIEW / Anzeigen Recht zum Lesen eines Fachbereichs. Kann durch OE-, Objekt- oder Finanzscope weiter begrenzt sein.
CREATE / Anlegen Recht zum Erstellen eines Datensatzes oder Auslösen einer anlegenden Aktion. Nur lesen und persönliche Zusatzfreigaben können es weiter einschränken.
EDIT / Bearbeiten Recht zum Ändern eines bestehenden Datensatzes oder Ausführen einer schreibenden Fachaktion. Nicht mit ADMIN oder einer Freigabe für externe Wirkung gleichsetzen.
DELETE / Löschen Recht für Lösch-, Archivierungs- oder Deaktivierungsaktionen. Der Fachprozess entscheidet, ob physisch gelöscht, archiviert oder nur deaktiviert wird.
EXPORT / Exportieren Recht zum Ausgeben von Daten oder Dateien. Kann ein eigenes Export- oder Finanzsonderrecht verlangen.
ADMIN Organisationsrolle mit umfassenden Mandantenrechten oder Aktionsname für Fachadministration. Kontext beachten: Die Fachaktion ADMIN ist nicht automatisch die Benutzerrolle ADMIN.
MANAGER Standardrolle mit breiten operativen und administrativen Rechten. Kein Plattformadministrator; die sichtbare Navigation kann von Serverrechten abweichen.
DISPATCHER / Disponent Standardrolle für operative Transportbearbeitung. Konkrete Module, OE und persönliche Aktenanlagefreigaben gelten zusätzlich.
ACCOUNTANT / Buchhaltung Standardrolle mit Schwerpunkt auf Finanzen, Kunden und Berichten. Finanzdaten können zusätzliche persönliche Freigaben verlangen.
EXECUTIVE / Geschäftsführung Standardrolle mit überwiegend lesender Management- und Berichtssicht. Sichtbare Verwaltungsbereiche sind nicht automatisch serverseitig freigegeben.
READONLY / Nur-Lesen-Rolle Standardrolle mit überwiegend lesendem Zugriff. Nicht mit dem Modulstatus READ_ONLY verwechseln; beide können gleichzeitig wirken.
Eigene Rolle / Custom Role Mandantengebundene Zusammenstellung einzelner Rechte. Verleiht keinen Plattform- oder Organisationsadministratorstatus.
AIR_FREIGHT Altrolle für bestehende migrierte Luftfrachtkonten. Nicht neu zuweisbar; nicht mit den Produktmodulen Air Export und Air Import verwechseln.
Scope / Zugriffsbereich Menge der Daten oder Aktionen, die ein Benutzer in einem Kontext erreichen darf. Mandant, OE, Objekt, Rolle, Lizenz und persönliche Sonderrechte getrennt prüfen.
Feld Pflicht Bedeutung Validierung
TMS / Transport Management System System zur Planung und Bearbeitung von Transportaufträgen. NeuraPort-Arbeitsbereiche können unterschiedliche Verkehrsträger abdecken; verfügbare Module einzeln prüfen.
Ocean / Seefracht Transportbereich für Seeexport und Seeimport. Richtung, FCL/LCL, aktuelle OE und Ocean-Modul unterscheiden.
Air / Luftfracht Transportbereich für Luftfrachtausfuhr und -einfuhr. Provider-, Nachrichten-, Buchungs- und Trackingwege können getrennt konfiguriert sein.
Road / Straßentransport Transportbereich für Lkw-Aufträge, Touren, eCMR, POD, Telematik und Maut. Im Handbuch ausgewiesene Simulations- und Funktionsgrenzen beachten.
Warehouse / Lager Arbeitsbereich für Lagerstammdaten und WMS-Prozesse. Ein vorhandener technischer Prozess ist nicht automatisch vollständig im Hauptfrontend bedienbar.
WMS / Warehouse Management System System für Wareneingang, Einlagerung, Bestand, Pick, Pack, Ausgang, Inventur und Retoure. Lager-, OE-, Bestands- und Statusregeln gelten je Vorgang.
FCL / Full Container Load Sendung mit einem vollständig disponierten Container. Ladungstyp der Akte; keine Aussage über Eigentum oder tatsächliche Auslastung.
LCL / Less than Container Load Stückgut, das mit anderen Sendungen konsolidiert werden kann. Konsolidierungszuordnung und Aktenrichtung separat prüfen.
B/L / Bill of Lading Seefracht-Konnossement. House B/L, Master B/L, Freigabeart und Dokumentstatus unterscheiden.
House B/L Vom Spediteur ausgestelltes Konnossement für die Kundensendung. Nicht mit dem Reederei- beziehungsweise Masterdokument gleichsetzen.
Master B/L Übergeordnetes Konnossement des Carriers für den Haupttransport. Kann mehrere House-Sendungen umfassen; tatsächliche Dokumenterzeugung im Fachweg prüfen.
Shipping Instruction / SI Versand- und Dokumentanweisung an Carrier oder Provider. Vorschau, lokale Erzeugung und externe Übermittlung getrennt nachweisen.
VGM / Verified Gross Mass Bestätigte Bruttomasse eines gepackten Containers. Gewicht, Methode, Containerbezug, Bestätigung und externe Übermittlung getrennt prüfen.
SM1 / Method 1 VGM-Methode durch Wiegen des gepackten Containers. Methode muss zum tatsächlich angewendeten Verfahren passen.
SM2 / Method 2 VGM-Methode durch Ermittlung der Einzelgewichte zuzüglich Verpackung und Container-Tara. Nur bei fachlich zulässigem und bestätigtem Verfahren verwenden.
TEU / Twenty-foot Equivalent Unit Vergleichseinheit für Containerkapazität auf Basis eines 20-Fuß-Containers. Kennzahl, keine konkrete Containeranzahl ohne Größenumrechnung.
CBM / Cubic Metre Kubikmeter als Volumeneinheit. Nicht mit abrechenbarem Gewicht oder TEU gleichsetzen.
ETA / Estimated Time of Arrival Voraussichtliche Ankunftszeit. Prognose; Providerquelle, Zeitzone und Aktualität prüfen.
ETD / Estimated Time of Departure Voraussichtliche Abfahrtszeit. Prognose, nicht tatsächliche Abfahrt.
ATA / Actual Time of Arrival Tatsächliche Ankunftszeit. Nur als tatsächlich bestätigt behandeln, wenn die Quelle dies belegt.
ATD / Actual Time of Departure Tatsächliche Abfahrtszeit. Nicht aus ETD oder einem allgemeinen Aktenstatus ableiten.
AIS / Automatic Identification System Schiffspositions- und Identifikationsdaten aus AIS-Quellen. Provider, Aktualität, MMSI und eindeutige Schiffszuordnung prüfen; Demo-Positionen nicht als live werten.
MMSI / Maritime Mobile Service Identity Neunstellige Funkdienstkennung eines Schiffs oder einer Funkstelle. Nicht mit IMO-Schiffsnummer gleichsetzen.
IMO-Schiffsnummer Dauerhafte Identifikationsnummer eines Seeschiffs. Kontext Schiff beachten; IMO-Erklärung bezeichnet dagegen ein Gefahrgutdokument.
UN/LOCODE Internationaler Code für Orte wie Häfen und Terminals. Code und sichtbaren Ortsnamen gemeinsam prüfen.
Pre-Alert Vorabinformation zu einer erwarteten Importsendung. Kein Nachweis für Ankunft, Zollfreigabe oder vollständige Dokumente.
Free Time Vereinbarter kostenfreier Zeitraum für Container- oder Terminalnutzung. Regelquelle, Startpunkt und Einheit prüfen.
Demurrage Kosten für Überschreitung der zulässigen Standzeit im Terminalkontext. Nicht mit Detention zusammenfassen; Vertragsregel und Ereigniszeit prüfen.
Detention Kosten für Überschreitung der zulässigen Containernutzung außerhalb des Terminalkontexts. Beginn, Rückgabeereignis und Carrierregel nachweisen.
AWB / Air Waybill Luftfrachtbrief. House-, Master- und elektronische Nachrichtenform unterscheiden.
MAWB / Master Air Waybill Hauptluftfrachtbrief des Carriers. Kann mehrere HAWB-Sendungen in einer Consol enthalten.
HAWB / House Air Waybill Luftfrachtbrief des Spediteurs für eine Einzelsendung. Beziehung zu MAWB und Akte prüfen.
eAWB / Electronic Air Waybill Elektronischer Luftfrachtbrief beziehungsweise papierloser AWB-Prozess. Eine erzeugte Nachricht belegt noch keine Carrierannahme.
Consol / Consolidation Zusammenfassung mehrerer House-Sendungen unter einem Haupttransport. Mehrfachzuordnung, Richtung und Status vor Abschluss prüfen.
CASS / Cargo Accounts Settlement Systems IATA-Abrechnungsumfeld für Luftfracht. Abrechnungsperiode, OE und Aktenabgleich müssen fachlich bestätigt sein.
FWB / FHL / FSU Cargo-IMP-Nachrichten für Master-AWB, House-Informationen und Statusupdates. Nachrichtentyp, Providerformat und fachliche Antwort getrennt prüfen.
XFWB / XFZB Cargo-XML-Nachrichten für Waybill- beziehungsweise Statusinformationen. XML-Erzeugung oder technischer Versand ist keine fachliche Providerannahme.
Chargeable Weight / Abrechnungsgewicht Für die Luftfrachtrate maßgebliches Gewicht aus Tarif- und Volumenregeln. Nicht automatisch mit Brutto- oder Volumengewicht gleichsetzen.
eCMR Elektronischer Frachtbrief für den Straßentransport. Erzeugung, Signatur, Unveränderlichkeit und rechtliche Freigabe getrennt prüfen.
FTL / Full Truck Load Komplettladung im Straßentransport. Ladungsart, keine Zusage einer exklusiven Tour ohne Auftragsprüfung.
LTL / Less than Truck Load Teilladung im Straßentransport. Konsolidierung und Tourplanung separat prüfen.
POD / Proof of Delivery Abliefernachweis. Datei oder Status nur nach bestätigter Zustellung als Nachweis werten.
ASN / Advanced Shipping Notice Vorabavis für einen erwarteten Wareneingang. EXPECTED, PARTIAL und RECEIVED anhand der gebuchten Mengen unterscheiden.
SKU / Stock Keeping Unit Artikel- oder Bestandsführungseinheit. Eindeutigkeit kann vom Mandanten und Einlagerer abhängen.
Putaway / Einlagerung Verbringen empfangener Ware auf einen Lagerplatz. Nicht mit Wareneingang gleichsetzen; sichtbare WMS-Wege können beide Aktionen noch überlappen.
Pick / Kommissionierung Entnahme reservierter Ware für einen Ausgang. Aufgabe, Sollmenge, Bestand und Reservierung prüfen.
Pack / Verpacken Zusammenfassen gepickter Ware zu einer Handling Unit. Erst nach vollständigem Pick ausführen.
Handling Unit / HU Physische Transporteinheit wie Palette oder Karton. Kennung und enthaltene Positionen müssen zum Ausgang gehören.
Inventur / Stock Count Physische Bestandszählung mit möglicher Differenzbuchung. Nachzählung, Reservierungen und Einmaligkeit der Verbuchung beachten.
Feld Pflicht Bedeutung Validierung
ATLAS Deutsches elektronisches Zollverfahren für Zollanmeldungen und Nachrichten. Entwurf, Payload, Simulation, Übermittlung, MRN und Freigabe als getrennte Schritte behandeln.
Zollanmeldung / Customs Declaration Strukturierte Anmeldung von Waren bei der Zollverwaltung. Ausfuhr und Einfuhr sowie Test- und Liveprozess unterscheiden.
MRN / Movement Reference Number Referenznummer eines Zollvorgangs. Nur nach fachlich bestätigter Vergabe als Nachweis verwenden.
EORI / Economic Operators Registration and Identification EU-weite Identifikationsnummer für Wirtschaftsbeteiligte im Zollverkehr. Format- oder Registerprüfung ersetzt keine Sanktions- oder Exportkontrollprüfung.
HS-Code / Harmonized System Code Internationale Grundlage der Warenklassifizierung. Codeebene und Datenquelle prüfen; ein Gliederungsknoten muss nicht deklarierbar sein.
TARIC / Integrated Tariff of the European Union Integrierter EU-Zolltarif mit Maßnahmen und weiteren Unterteilungen. Aktualität, Quelle und vollständige Codeebene nachweisen.
Warennummer / Commodity Code Im Zollkontext verwendete Warenklassifikationsnummer. Länge und erforderliche Ebene hängen vom Verfahren ab; nicht jeden HS-Code ungeprüft übernehmen.
Zollwert / Customs Value Bemessungsgrundlage für Einfuhrabgaben. Währung, Hinzurechnungen und Bewertungsmethode prüfen.
Ursprung / Origin Nichtpräferenzieller oder präferenzieller Ursprung einer Ware. Versandland ist nicht automatisch Ursprungsland.
Präferenz Zollbegünstigung aufgrund eines anwendbaren Ursprungsnachweises. Anspruch an gültigen, passenden und geprüften Nachweis binden.
REX / Registered Exporter System EU-System registrierter Ausführer für bestimmte Ursprungsnachweise. Nummer und Anwendungsfall fachlich prüfen.
SRO / Secure Release Order Im Einfuhrarbeitsplatz verwendete Freigabereferenz mit optionalem Truckgate-Termin. Simulierte SRO, Live-Gatewayantwort und lokale Freigabe sind getrennte Nachweise.
Sanktionsscreening / Sanctions Screening Abgleich von Namen oder Geschäftspartnern mit gepflegten Sanktionsreferenzen. Treffer ist ein Prüfhinweis, keine automatische Identitätsfeststellung. Datenstand und Quelle dokumentieren.
Fehlalarm / False Positive Treffer, der nach fachlicher Prüfung nicht dieselbe Person oder Organisation betrifft. Begründung, Prüfer und Auditnachweis erforderlich; nicht allein aufgrund ähnlichen Namens verwerfen.
Exportkontrolle / Export Control Prüfung von Güterklassifizierung, Land, Endverwendung, Empfänger und Genehmigungspflichten. Ein HS-Code- oder Stichworttreffer allein ist keine abschließende Freigabe.
Dual-Use Güter mit ziviler und möglicher militärischer Verwendung. Aktuelle Referenzliste und konkrete technische Merkmale prüfen.
Embargo Staatliche Beschränkung bestimmter Geschäfte, Güter, Länder oder Beteiligter. Geltungsbereich und aktuellen Rechtsstand durch die zuständige Fachstelle prüfen.
IMDG Code Regelwerk für gefährliche Güter im Seeverkehr. Aktuellen Datenstand, Klasse, UN-Nummer, Verpackung und Segregation prüfen.
UN-Nummer Vierstellige Kennnummer eines gefährlichen Stoffes oder Gegenstands. Gehört zur konkreten Gefahrgutklassifizierung; nicht mit UN/LOCODE verwechseln.
Marine Pollutant Kennzeichnung für meeresgefährdende Stoffe. Muss aus der fachlichen Gefahrgutklassifizierung stammen.
EMS / Emergency Schedules Notfallmaßnahmen-Codes im IMDG-Kontext. Nur zusammen mit aktueller Gefahrgutreferenz verwenden.
IMO-Erklärung In NeuraPort verwendete Bezeichnung für eine Gefahrguterklärung im Seeverkehr. Nicht mit IMO-Schiffsnummer verwechseln; Erzeugung ist keine fachliche oder externe Freigabe.
VIES / VAT Information Exchange System EU-Dienst zur Prüfung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern. Technische Antwort, geprüfte Nummer und gespeicherten Nachweis unterscheiden.
LEI / Legal Entity Identifier Globale Kennung einer rechtlichen Einheit. Gefundene Stammdaten und dauerhaft gespeicherten Verifizierungsstatus getrennt prüfen.
Feld Pflicht Bedeutung Validierung
Eingangsrechnung / Accounts Payable Invoice Rechnung eines Lieferanten oder Kreditorenbeleg. Original, Extraktion, Dublettenprüfung, Freigabe und Exportstatus unterscheiden.
Ausgangsrechnung / Accounts Receivable Invoice Rechnung an einen Kunden oder Debitorenbeleg. Entwurf, Finalisierung, Versandnachweis, Zahlung und Folgebeleg getrennt führen.
3-Way-Match Abgleich von Rechnung, Bestellung beziehungsweise Auftrag und Leistungs- oder Warennachweis. Automatischer Match ersetzt keine erforderliche Freigabe.
OCR / Optical Character Recognition Texterkennung aus Scan oder Bild. Erkanntes Ergebnis ist zu prüfen; OCR ist nicht automatisch KI-Freigabe oder Buchung.
Akten-GuV / Shipment P&L Gegenüberstellung von Erlösen und Aufwänden einer Akte. Währungen, Wechselkurse, Finanzrechte und Datenvollständigkeit berücksichtigen.
Marge / Margin Differenz beziehungsweise Verhältnis zwischen Erlösen und Aufwänden. Prozent- und Betragsmarge sowie Datenzeitraum unterscheiden.
Offener Posten / Open Item Noch nicht vollständig bezahlte Forderung oder Verbindlichkeit. Teilzahlung, Überzahlung, Fälligkeit und Währung beachten.
Mahnstufe / Dunning Level Interne Stufe eines Mahnprozesses. Eine erhöhte Stufe ist ohne gesonderten Nachweis kein Versandbeleg.
DATEV Zielsystem beziehungsweise Exportkontext für Buchhaltungsdaten. Exportdatei, Freigabestatus, OE, Zeitraum und Zielprofil prüfen.
Wechselkurs / FX Rate Umrechnungsverhältnis zwischen zwei Währungen. Quelle, Stichtag und verwendete Kursrichtung dokumentieren; keinen stillen 1:1-Ersatz annehmen.
ECB / Europäische Zentralbank Mögliche Quelle für Referenzwechselkurse. Produktiv verwendete Quelle und Datenstand in der Zielumgebung prüfen.
CAMT.053 ISO-20022-Format für elektronische Kontoauszüge. Importvorschau, Konto, Währung und Dublettenprüfung vor Zuordnung kontrollieren.
MT940 Format für elektronische Kontoauszugsdaten. Parserergebnis und vollständige Buchungsmenge prüfen.
XRechnung Deutsches E-Rechnungsprofil auf Basis der europäischen Norm. Erzeugtes Format muss fachlich und technisch validiert sein.
ZUGFeRD Hybrides E-Rechnungsformat aus PDF/A-3 und eingebetteten Rechnungsdaten. Eine reine XML-Datei ist kein vollständiges hybrides ZUGFeRD-Dokument.
CII / Cross Industry Invoice XML-Datenmodell für elektronische Rechnungen. Profil, Pflichtfelder und Validatorergebnis gehören zum Nachweis.
GoBD Deutsche Grundsätze für ordnungsmäßige elektronische Buchführung und Aufbewahrung. Ein technischer Hash oder Status allein belegt keine vollständige GoBD-Konformität.
Festschreibung Sperren eines finalen Buchungs- oder Rechnungsstands gegen reguläre Änderungen. Geschützte Felder, Dateien, Folgebelege und Auditnachweis im Fachprozess prüfen.
Storno / Cancellation Document Gegenbeleg zur Aufhebung einer Rechnung. Nicht mit bearbeiteter Originalrechnung oder positiver Korrekturkopie gleichsetzen.
Korrekturrechnung / Correction Invoice Folgebeleg zur fachlichen Korrektur einer Rechnung. Bezug zum Original, Betragswirkung und zulässigen Lebenszyklus prüfen.
KPI / Key Performance Indicator Kennzahl für operative oder geschäftliche Auswertungen. Definition, Zeitraum, OE-Scope, Währung und Datenvollständigkeit gehören zur Aussage.
Carrier-Scorecard Auswertung der Leistung eines Transportdienstleisters. Quelle, Zeitraum, Ereignisvollständigkeit und Kennzahldefinition prüfen.
Feld Pflicht Bedeutung Validierung
API / Application Programming Interface Maschinelle Schnittstelle zwischen Anwendungen. Vorhandensein eines technischen Pfads bedeutet nicht automatisch öffentliche oder produktive Freigabe.
Public API / Öffentliche API Für freigegebene externe Integrationen vorgesehene API. Schlüssel, Scopes, Modul, OE, Rate Limit und dokumentierte Operationen prüfen.
API-Key / API-Schlüssel Geheimnis zur Authentisierung eines Systemzugriffs. Nur einmalig und sicher übergeben, nie in Screenshots oder Dokumentation veröffentlichen; Rotation und Widerruf vorsehen.
Scope Hier: begrenzte Menge erlaubter API-Aktionen oder Daten. API-Scope ersetzt nicht Modul-, OE- und Objektberechtigung.
Webhook Automatischer HTTP-Aufruf an ein hinterlegtes Ziel, wenn ein Ereignis eintritt. Ereigniskatalog, Signatur, Wiederholung und Empfängerfreigabe prüfen.
HMAC / Hash-based Message Authentication Code Prüfsumme mit gemeinsamem Geheimnis zur Prüfung von Nachricht und Absender. Geheimnis nicht mitsenden; Signatur über den vereinbarten unveränderten Payload prüfen.
Signatur / Signature Prüfwert zur Kontrolle von Herkunft und Integrität einer Nachricht. Algorithmus, Zeitbezug und verwendeten Rohinhalt nach Schnittstellenvertrag prüfen.
Retry / Wiederholung Erneuter Zustell- oder Verarbeitungsversuch nach einem Fehler. Benötigt Idempotenz, begrenzte Versuche und sichtbaren Auslieferungsnachweis.
Idempotenz / Idempotency Eigenschaft, dass derselbe fachliche Auftrag bei Wiederholung nicht mehrfach wirkt. Technischen Anfrageerfolg nicht mit fachlichem Dublettenschutz verwechseln.
Provider Externer oder interner Dienst, der Daten, Übermittlung oder Verarbeitung bereitstellt. Konfiguriert, simuliert, erreichbar, technisch angenommen und fachlich bestätigt sind getrennte Zustände.
EDI / Electronic Data Interchange Strukturierter elektronischer Geschäftsnachrichtenaustausch. Nachrichtenformat, Partner, Richtung und Quittung prüfen.
EDIFACT Standardfamilie für strukturierte EDI-Nachrichten. Eine Datei oder ein Payload ist noch kein erfolgreicher Partneraustausch.
COPRAR EDIFACT-Nachricht für Lade- oder Löschanweisungen im Containerverkehr. Richtung, Version und Empfängerprofil des Providers prüfen.
CODECO EDIFACT-Nachricht für Container-Gate-Ereignisse. Ereigniszeit, Containeridentität und Terminalquelle prüfen.
BAPLIE EDIFACT-Nachricht zur Schiffsbeladungsplanung. Import oder Verarbeitung nur mit passendem Partner- und Versionsvertrag.
Visibility Zusammenführung externer Transportereignisse für Tracking und Analysen. Providerereignis, Aktenzuordnung, Ereigniszeit und Provenienz prüfen.
Tracking-Event Einzelnes Ereignis einer Sendungs- oder Containerverfolgung. Wiederholungen, Korrekturen und tatsächliche versus prognostizierte Zeit unterscheiden.
IMAP Protokoll zum Abruf und zur Ordnerverwaltung von E-Mails. Konto, Serverziel, TLS und OE-Zuordnung müssen konfiguriert sein.
SMTP Protokoll zum Versand von E-Mails. Technische Übergabe ist noch kein Zustellnachweis beim Empfänger.
Microsoft Graph Microsoft-Schnittstelle für Dienste wie Microsoft 365 Mail. Mandantenfreigabe, Konto, Berechtigungen und Laufzeitkonfiguration prüfen.
Download-Ticket Zeitlich begrenzte Referenz für einen kontrollierten Dateidownload. Ablauf, Einmaligkeit, Widerruf und Zielscope beachten; kein langfristiger Dateilink.
Magic Link / Einmallink Link für einen zeitlich oder einmalig begrenzten Zugang, etwa zum Portal. Empfänger, Ablauf, Wiederverwendung und Sitzung getrennt prüfen.
Token Geheim zu behandelnde Zeichenfolge für Sitzung, Link oder Systemzugriff. Nicht protokollieren, weitergeben oder in Screenshots zeigen; Typ und Widerruf unterscheiden.
Feld Pflicht Bedeutung Validierung
KI / AI / Artificial Intelligence Funktionen zur Analyse, Klassifizierung, Extraktion oder Vorschlagserzeugung. Ergebnis ist kein automatisch bestätigter Fachstatus. Provider, Datenumfang und Freigabemodus prüfen.
AI Automation / KI-Automatisierung Produktmodul und Richtlinienkontext für KI-gestützte Prozessaktionen. Modulzugriff allein aktiviert nicht jeden Prozess automatisch. Prozessmodus und Qualitätspolicy gelten zusätzlich.
MANUAL / Manuell KI kann vorbereiten, die Fachaktion benötigt aber eine ausdrückliche menschliche Ausführung. Nicht mit deaktivierter KI verwechseln.
SUGGEST / Vorschlagen KI erzeugt einen Vorschlag, der geprüft und bestätigt oder verworfen wird. Vorschlag darf vor Bestätigung keine unbelegte Fachwirkung erhalten.
AUTO / Automatisch Freigegebener Prozess darf eine Aktion ohne Einzelbestätigung ausführen. Nur mit ausdrücklicher Prozessfreigabe, ausreichender Qualitätspolicy, Rechten und Lizenz verwenden.
Konfidenz / Confidence Vom System oder Modell angegebener Sicherheitswert eines Ergebnisses. Kein Wahrscheinlichkeits- oder Richtigkeitsnachweis ohne Kalibrierung; fachlich prüfen.
Provenienz / Provenance Herkunftsnachweis zu Quelle, Provider, Modell, Prompt- oder Regelversion und Bearbeitung. Angezeigte Herkunft muss den tatsächlich verwendeten Pfad einschließlich Fallback abbilden.
Fallback Ersatzpfad, wenn der bevorzugte Provider oder Verarbeitungsschritt nicht verfügbar ist. Darf Modus, Datenfreigabe oder Ergebnisquelle nicht verschleiern.
Menschliche Aufsicht / Human Oversight Fachliche Prüfung und Entscheidung durch eine berechtigte Person. Bestätigung, Ablehnung, Begründung und Wirkung nachvollziehbar halten.
Maskierung / Masking Ersetzen erkannter sensibler Werte vor Anzeige oder Verarbeitung. Belegt keine vollständige Anonymisierung und kann nur bestimmte Muster abdecken.
Pseudonymisierung / Pseudonymization Verarbeitung, bei der ein Personenbezug nur mit zusätzlichen Informationen wiederhergestellt werden kann. Bleibt grundsätzlich personenbezogene Verarbeitung; Zusatzinformationen schützen.
Anonymisierung / Anonymization Irreversible Entfernung des Personenbezugs. Nur behaupten, wenn alle relevanten Datenbestände und Rückbezüge nachweisbar behandelt wurden.
DSGVO / GDPR Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Produktfunktion ersetzt keine rechtliche Bewertung, Rechtsgrundlage oder Aufbewahrungsentscheidung.
DSAR / Data Subject Access Request Betroffenenanfrage zu Auskunft, Berichtigung, Löschung oder weiteren Datenschutzrechten. Identität, Status, Frist, Datenumfang und Freigabe dokumentieren.
MFA / Multi-Factor Authentication Anmeldung mit mindestens zwei unterschiedlichen Faktoren. TOTP, Passkey, Recovery-Code und vertrauenswürdiges Gerät sind unterschiedliche Mechanismen.
TOTP / Time-based One-Time Password Zeitbasierter Einmalcode aus einer Authenticator-App. Geheimen Einrichtungsschlüssel und Recovery-Codes schützen.
Passkey / WebAuthn Gerätekryptografischer Anmeldefaktor nach WebAuthn/FIDO2. Registrierung, Gerätename und Widerruf getrennt von einer Passwortsitzung verwalten.
SIEM / Security Information and Event Management Externes System zur Sammlung und Auswertung sicherheitsrelevanter Ereignisse. Eine konfigurierte Weiterleitung und tatsächliche Annahme müssen separat nachgewiesen sein.
NIS2 EU-Richtlinie zu Cybersicherheitsanforderungen für bestimmte Einrichtungen. Vorfallmaske oder Fristdarstellung ist keine automatische Rechtskonformität.
Audit / Änderungsprotokoll Nachvollziehbarer Eintrag zu Aktion, Zeitpunkt, Akteur und Objekt. Sichtbarer Auditstatus ersetzt keine Prüfung auf Vollständigkeit und Unveränderlichkeit.
Simulation Betriebsmodus ohne beabsichtigte echte externe Providerwirkung. Simulierter Erfolg ist kein Live-, Erreichbarkeits- oder Fachannahmenachweis.
Livebetrieb / Live Mode Konfiguration für echte externe Kommunikation. Nur nach kontrolliertem Test, Freigabe und Providerquittung als produktiv behandeln.
Deployment / Bereitstellung Installation und Konfiguration einer Anwendung in einer Zielumgebung. Repository-Code oder Build belegt nicht automatisch die aktive Bereitstellung.
Scheduler / Zeitplaner Betriebsdienst, der Aufgaben regelmäßig startet. Ein vorhandener Runner beweist keinen eingerichteten Zeitplan oder erfolgreichen letzten Lauf.
Background Job / Hintergrundauftrag Serverseitige Verarbeitung außerhalb des unmittelbaren Bildschirmaufrufs. Mandant, OE, Lizenz, Wiederholung, Fehler und Monitoring müssen zum Auftrag passen.
Health Check / Gesundheitsprüfung Technische Prüfung ausgewählter Komponenten oder Schnittstellen. Ein grüner Basischeck belegt nicht jeden Fachprozess oder externen Provider.
Backup / Datensicherung Gesicherte Kopie von Datenbank, Dokumenten oder Konfiguration. Verschlüsselung, Offsite-Kopie, Aufbewahrung und Restore-Test gehören zum Nachweis.
Restore / Wiederherstellung Rückspielen einer Datensicherung. Nur ein geprüfter Restore von Datenbank und Dateien belegt Wiederherstellbarkeit.
Offsite-Backup Sicherung an einem getrennten Standort oder in einer getrennten Ausfallzone. Trennung von Primärsystem, Zugangsschutz und Verschlüsselung prüfen.
ACTIVE / Aktiv Allgemeiner aktiver Zustand eines Vertrags, Moduls oder Objekts. Bedeutung ist objektspezifisch; nicht automatisch schreibbar oder live.
TRIAL / Testphase Zeitlich vorgesehener Teststatus eines Moduls oder Vertrags. Ablaufdatum und aktiven Lizenzprüfmodus prüfen.
READ_ONLY / Nur lesen Modul- oder Vertragswirkung ohne Schreibaktionen. Oberfläche kann Schreibaktionen weiterhin zeigen; Serverprüfung bleibt maßgeblich.
SUSPENDED / Gesperrt Administrativ oder nach Ablauf ausgesetzter Zustand. Sperrgrund und betroffenen Scope prüfen.
DRAFT / Entwurf Noch bearbeitbarer, nicht finaler Fachstand. Kein Versand-, Freigabe- oder Buchungsnachweis.
PENDING / Ausstehend Wartet auf Prüfung, Antwort oder Folgeaktion. Zuständigen Prozess und Frist prüfen; nicht mit Fehler gleichsetzen.
ACCEPTED / Angenommen In einem Fachprozess angenommener Zustand. Prüfen, ob lokal, technisch oder durch den externen Provider angenommen.
REJECTED / Abgelehnt In einem Fachprozess abgelehnter Zustand. Grund, Quelle und zulässige Korrektur beziehungsweise Wiederholung prüfen.
COMPLETED / Abgeschlossen Prozess meldet einen End- oder Abschlusszustand. Abschlussumfang ist objektspezifisch; externe Wirkung und Auditnachweis separat prüfen.
FAILED / Fehlgeschlagen Verarbeitung konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Teilergebnis, Wiederholbarkeit und Idempotenz vor Retry prüfen.
EXPIRED / Abgelaufen Zeitliche Gültigkeit ist beendet. Objektart beachten: Vertrag, Modul, Link, Token oder Dokument können unterschiedliche Folgen haben.

Statusbezeichnungen gehören immer zu einem konkreten Objekt. Die folgende Übersicht zeigt häufige Muster, nicht eine universelle Zustandsmaschine:

Ausgangszustand Auslöser Möglicher Folgezustand Abgrenzung
DRAFT Fachlich einreichen oder freigeben PENDING, SUBMITTED oder modulspezifischer Prüfstatus Entwurf ist noch keine Übermittlung.
PENDING Entscheidung oder Providerantwort ACCEPTED, APPROVED, REJECTED oder FAILED Zuständiges System und fachliche Quittung bestimmen die Aussage.
ACTIVE Lesemodus, Sperre oder Ablauf READ_ONLY, SUSPENDED oder EXPIRED Vertrags-, Modul- und Objektstatus nicht vermischen.
EXPECTED Teil- oder Vollzugang im WMS PARTIAL oder RECEIVED Gilt für ASN, nicht allgemein für Transportakten.
OPEN Pick, Zählung, Entscheidung oder Abschluss Modulspezifischer Bearbeitungs- oder Endstatus Bedeutung hängt von Aufgabe, Inventur, Ticket oder Anfrage ab.
SIMULATION Simulierter Test Simuliertes Ergebnis Kein automatischer Übergang zu Live.
Technisch gesendet Provider verarbeitet die Nachricht Fachlich angenommen, abgelehnt oder weiterhin unklar Transporterfolg ist nicht gleich Fachannahme.
FAILED Sicherer Retry Erneuter Versuch oder weiterhin fehlgeschlagen Nur mit Idempotenz und geprüftem Teilergebnis wiederholen.
COMPLETED Korrektur, Storno oder Wiederöffnung Nur falls der Fachprozess dies ausdrücklich erlaubt Endstatus nicht über einen technischen Direktweg umgehen.

Verwenden Sie für die tatsächlichen Übergänge immer die jeweilige Fachseite. Gleich benannte Status können bei Rechnung, Zollanmeldung, Buchung, Supportticket, WMS-Vorgang und Providerübertragung unterschiedliche Folgen besitzen.

Das Handbuch verwendet sichtbare deutsche UI-Bezeichnungen und ergänzt englische Branchenbegriffe, wenn sie in Schnittstellen, Nachrichtenformaten oder Fachabteilungen üblich sind. Abkürzungen werden nicht allein aus ihrem allgemeinen Branchengebrauch abgeleitet, sondern in den belegten Produktkontext eingeordnet.

NeuraPort bewertet Zugriffe schichtweise: Sitzung, Mandant, aktuelle Organisationseinheit, Benutzerzuweisung, Produktlizenz, Einzelrecht und Objektzugriff. Externe Funktionen besitzen weitere Ebenen wie Providerkonfiguration, Simulation oder Livebetrieb, technische Übertragung und fachliche Quittung. KI-Funktionen ergänzen Provider, Datenminimierung, Provenienz, Qualitätspolicy und menschliche Freigabe.

Deshalb können gleiche Wörter unterschiedliche Ebenen bezeichnen. Aktiv kann beispielsweise einen Vertrag, ein Modul, ein Konto oder eine Schnittstellenkonfiguration meinen. Gesendet kann nur die lokale Übergabe oder bereits eine externe Übertragung meinen. Freigegeben kann eine menschliche Entscheidung, einen Zollstatus oder die Nutzbarkeit eines Datensatzes bezeichnen. Der Objektname und die Fachseite sind immer Teil der Definition.

Meldung oder Beobachtung Ursache Lösung
OE wird mit Mandant gleichgesetzt Die Organisationseinheit liegt innerhalb eines Mandanten und bildet einen zusätzlichen Scope. Mandant, aktuelle OE und Benutzerzuweisung getrennt prüfen.
ADMIN wird mit Plattformadministrator gleichgesetzt Organisationsrolle und Plattformmerkmal sind unterschiedliche Ebenen. Für operative Daten ein autorisiertes Mandantenkonto verwenden.
READONLY und READ_ONLY werden gleich behandelt Ersteres kann eine Benutzerrolle, Letzteres einen Modul- oder Vertragszustand bezeichnen. Rolle und Lizenzstatus getrennt dokumentieren.
AIR_FREIGHT wird als Luftfrachtmodul verstanden Es handelt sich um eine nicht neu zuweisbare Altrolle. Air Export oder Air Import als Produktmodul und eine aktuelle Rolle verwenden.
ETA wird als tatsächliche Ankunft gelesen ETA ist eine Prognose. Für die tatsächliche Ankunft ATA beziehungsweise den bestätigten Fachmeilenstein prüfen.
IMO-Nummer und IMO-Erklärung werden verwechselt Derselbe Kurzausdruck wird für Schiffsidentifikation und Gefahrgutdokument verwendet. Kontext Schiff oder Gefahrgut ausdrücklich nennen.
HS-Code wird ungeprüft als TARIC-Warennummer übernommen HS-Grundcode und EU-Tarifebene sind nicht identisch. Quelle, Codeebene und deklarierbaren Endcode prüfen.
Sanktionsscreening ohne Treffer wird als Exportfreigabe gewertet Screening ist nur ein Teil der Compliance-Prüfung. Exportkontrolle, Güter, Land, Endverwendung und Empfänger gesondert prüfen.
ZUGFeRD wird für jede Rechnungs-XML verwendet ZUGFeRD bezeichnet ein hybrides PDF/A-3 mit eingebetteten Daten. Ausgabeformat und Validatorbericht prüfen.
API-Schlüssel und Token werden gleich behandelt Zweck, Lebensdauer, Scope und Widerruf unterscheiden sich. Geheimnistyp und vorgesehenen Lebenszyklus bestimmen.
Webhook-Erfolg wird als fachlicher Abschluss gelesen Zustellung eines Ereignisses bestätigt nicht die Verarbeitung im Zielsystem. Auslieferungsnachweis und fachliche Zielreaktion getrennt prüfen.
Simulation erfolgreich wird als Live-Test verstanden Der Simulationspfad erzeugt keine nachgewiesene echte Providerwirkung. Livekonfiguration, kontrollierten Test und Providerquittung separat nachweisen.
KI-Konfidenz wird als garantierte Richtigkeit gelesen Der Wert kann unkalibriert oder verfahrensabhängig sein. Quellen, Provenienz und Fachinhalt menschlich prüfen.
Verbunden wird als vollständiger Health Check verstanden Eine allgemeine Verbindungsanzeige deckt nicht alle Fach- und Providerprozesse ab. Betroffenen Dienst, Schnittstelle und Fachaktion getrennt prüfen.
FAILED wird sofort wiederholt Der erste Versuch kann ein Teilergebnis oder eine externe Wirkung hinterlassen haben. Status, Quittung und Idempotenz prüfen, erst danach kontrolliert wiederholen.