Internes Tracking-Dashboard und Alerts verwenden
Zweck und Einsatzbereich
Abschnitt betitelt „Zweck und Einsatzbereich“Das interne Tracking bündelt laufende Seefrachtakten in drei Ansichten:
- Flottenposition zeigt, für welche Schiffe eine Position ermittelt werden konnte, und führt Akten ohne AIS-Signal getrennt auf.
- Schiffe unterwegs zeigt aktive Akten mit Schiff, Route, ETA, gespeicherter Verspätung und geschätztem Fortschritt.
- Tracking Alerts zeigt noch nicht bestätigte Hinweise auf Verspätung oder Ankunft.
Die Übersicht dient der operativen Beobachtung durch interne Benutzer. Sie ist weder ein Kundenportal noch ein garantierter Echtzeitnachweis. Die Kartenposition und die ETA-Prüfung verwenden getrennte Abrufwege: Aktualisieren lädt Flottenpositionen neu; Alle prüfen prüft die Ankunftsplanung und kann Akten, Aufgaben und Alerts verändern.
Wichtige Produktgrenze: Der aktuelle Live-Provider-Abruf wertet noch keine belastbare Live-ETA, Verspätung, Ankunft oder Position aus. Nachgewiesene automatische Verzögerungs- und Ankunftsergebnisse stammen daher derzeit nur aus einer ausdrücklich freigegebenen Simulation. In der Produktion ist diese Simulation standardmäßig ausgeschaltet. Verwenden Sie Tracking-Alerts bis zur Fertigstellung der Live-Auswertung nicht als alleinige Dispositionsgrundlage.
Voraussetzungen und Berechtigungen
Abschnitt betitelt „Voraussetzungen und Berechtigungen“Das Modul Tracking muss für die aktuelle Organisationseinheit freigeschaltet sein. Wählen Sie den Arbeitsbereich Tracking. Ein nur lesbarer Modulzugriff erlaubt die Ansicht, aber keine Prüfung oder Bestätigung.
| Aufgabe | Erforderlicher Zugriff |
|---|---|
| Dashboard, Flottenposition und Alerts öffnen | Tracking-Leserecht und Tracking-Lizenz in der aktiven Organisationseinheit |
| Einzelne Akte öffnen | Zusätzlich Leserecht auf die Akte und Zugriff auf deren Organisationseinheit |
| Alle prüfen, Jetzt prüfen oder Bestätigen | Bearbeitungsrecht für Sendungen, schreibbare Tracking-Lizenz und Zugriff auf die betroffene Organisationseinheit |
Administratoren und Manager sehen im eigenen Mandanten grundsätzlich alle Organisationseinheiten. Andere Benutzer sehen die aktuelle sowie zusätzlich zugewiesene Einheiten. Ein Plattformadministrator erhält ohne Mandantenkontext keinen Zugriff auf das operative Tracking.
Die aktuelle Oberfläche verknüpft einzelne Tracking-Aktionen zusätzlich mit dem älteren TMS-Zugriff. Dadurch können bei einer reinen Tracking-Lizenz Bedienelemente fehlen, obwohl der Arbeitsbereich sichtbar ist. Lassen Sie in diesem Fall Lizenz, Rolle und TMS-Zuordnung administrativ prüfen; umgehen Sie die fehlende Aktion nicht über einen Direktaufruf.
Für Positionsdaten benötigt der Server ausgehenden Zugriff auf den externen AIS-Dienst. Für eine planmäßige Live-Prüfung ist zusätzlich ein konfigurierter Tracking-Provider erforderlich. Personenbezogene Daten sind für diesen Abruf nicht erforderlich; Schiffsnamen werden jedoch an externe Dienste übermittelt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Abschnitt betitelt „Schritt-für-Schritt-Anleitung“- Wechseln Sie im Arbeitsbereich-Wähler zu Tracking. Prüfen Sie dabei die aktive Organisationseinheit.
- Warten Sie, bis Flottenposition, Schiffe unterwegs und Tracking Alerts geladen sind. Die Tabelle enthält nur nicht archivierte Akten im Status Unterwegs aus Ihrem erlaubten OE-Bereich.
- Prüfen Sie in Flottenposition die Angabe „von … Schiffen geortet“. Ein Marker kennzeichnet die zuletzt geladene Position; Kein AIS-Signal bedeutet nur, dass dieser Abruf keine Position geliefert hat.
- Wählen Sie einen Marker, einen Eintrag unter Kein AIS-Signal oder eine Tabellenzeile, um die zugehörige Akte zu öffnen. Kontrollieren Sie dort Schiff, Reise, geplante Ankunft und Aktenstatus.
- Verwenden Sie Aktualisieren, um ausschließlich die Flottenpositionen neu zu laden. Die Aktion ändert weder ETA noch Aktenstatus und erzeugt keinen Tracking-Alert.
- Lesen Sie in Schiffe unterwegs Aktennummer, Schiff, Route, ETA, Verspätung und Fortschritt. Der Fortschritt ist eine kalendarische Schätzung zwischen Abfahrt und ETA, keine aus der Schiffsposition berechnete Reststrecke. Planm. bedeutet lediglich, dass die letzte gespeicherte Prüfung keine Verspätung meldet; ohne erfolgreiche Prüfung ist dies kein Pünktlichkeitsnachweis.
- Verwenden Sie Alle prüfen nur, wenn der Providerzustand geklärt ist. Eine erfolgreiche Prüfung kann die ETA überschreiben, eine Akte auf Angekommen setzen, einen Verlaufseintrag, einen Alert und eine Aufgabe erzeugen. Der sichtbare Erfolgshinweis nennt derzeit nicht alle Teilfehler; kontrollieren Sie danach auffällige Akten einzeln.
- Prüfen Sie neue Hinweise unter Tracking Alerts oder auf dem Dashboard Heute. Wählen Sie Bestätigen, wenn Sie den Hinweis fachlich zur Kenntnis genommen haben. Die Bestätigung entfernt den Hinweis aus der Liste der offenen Alerts, macht aber keine ETA-, Status- oder Aufgabenänderung rückgängig.
Für eine einzelne Akte kann im Tracking-Abschnitt Jetzt prüfen angeboten werden. Es gelten dieselben Provider-, Rechte- und Wirkungsgrenzen wie bei Alle prüfen. Die dort sichtbare Aktion Kunden informieren versendet im aktuellen Stand keine Nachricht; sie zeigt nur eine Bestätigung in der Oberfläche.
Feldreferenz
Abschnitt betitelt „Feldreferenz“| Feld | Pflicht | Bedeutung | Validierung |
|---|---|---|---|
| Akte | Systemseitig | Aktennummer der laufenden Seefrachtakte | Nur nicht archivierte Akten im Status Unterwegs und im erlaubten OE-Bereich erscheinen. |
| Schiff | Für Positionsabruf erforderlich | In der Akte gespeicherter Schiffsname | Der Positionsdienst sucht nach dem Namen und verwendet derzeit den ersten Treffer. Namen und Treffer in der Akte fachlich abgleichen. |
| Reise | Nein | Gespeicherte Reisenummer | Dient der Zuordnung; die Flottenposition wird derzeit nicht anhand der Reisenummer ermittelt. |
| Route | Systemseitig | Lade- und Löschhafen der Akte | Fehlende Hafenangaben werden als Platzhalter dargestellt. |
| ETA | Für Verspätungsbewertung erforderlich | Aktuell gespeicherte geplante Ankunft | Kann durch eine erfolgreiche Tracking-Prüfung verändert werden. Nach jeder Änderung gegen die Originalmeldung prüfen. |
| Verspätung | Systemseitig | Vom letzten gespeicherten Tracking-Ergebnis gemeldete Abweichung in Tagen | Planm. bei 0 Tagen ist kein Nachweis eines erfolgreichen Liveabrufs. |
| Fortschritt | Systemseitig | Zeitbasierte Schätzung zwischen Abfahrt und ETA | Auf 0 bis 100 Prozent begrenzt; nicht aus Position, Kurs oder Entfernung berechnet. |
| Geortete Schiffe | Systemseitig | Zahl der Akten, für deren Schiff der Positionsabruf Koordinaten geliefert hat | Mehrere Akten desselben Schiffs können getrennt gezählt werden. |
| Letzte Position | Systemseitig | Zuletzt geladene Breiten- und Längenangabe des gefundenen Schiffs | Quelle und Aktualität fachlich prüfen; die Dashboard-Zeit nennt den Abschluss des Abrufs, nicht zwingend das Alter der Quellposition. |
| Geschwindigkeit / Kurs | Systemseitig | Vom Positionsdienst gelieferte Bewegungswerte | Können fehlen oder veraltet sein; nicht als Navigationsanweisung verwenden. |
| Ziel | Systemseitig | Vom Positionsdienst gemeldetes Ziel | Kann von der in der Akte gespeicherten Route abweichen. |
| Tracking-Alert | Systemseitig | Hinweis auf erkannte Verspätung oder Ankunft | Nur noch nicht bestätigte Alerts werden im Tracking-Dashboard angezeigt; die Liste ist auf die neuesten 50 begrenzt. |
| Erkannt | Systemseitig | Zeitpunkt, zu dem der Alert in NeuraPort erzeugt wurde | Nicht mit Zeitpunkt der externen Meldung oder tatsächlichen Ankunft gleichsetzen. |
| Bestätigt | Aktion | Kennzeichnet, dass ein interner Benutzer den Alert zur Kenntnis genommen hat | Benötigt Sendungs-Bearbeitungsrecht; speichert derzeit keinen sichtbaren Namen des bestätigenden Benutzers. |
| Provider-Modus | Administrativ | Liveabruf oder ausdrücklich freigegebene Simulation | Im Hauptdashboard nicht sichtbar. Vor operativer Verwendung muss der Administrator den Modus außerhalb der Akte bestätigen. |
Status und mögliche Übergänge
Abschnitt betitelt „Status und mögliche Übergänge“| Ausgang | Aktion oder Ereignis | Ergebnis |
|---|---|---|
| Akte nicht archiviert und Unterwegs | Dashboard öffnen | Akte erscheint im erlaubten OE-Bereich; die Übersicht selbst ändert keine Fachdaten. |
| Flottenposition unbekannt oder veraltet | Aktualisieren | Positionen werden neu angefragt; Aktenstatus, ETA, Aufgaben und Alerts bleiben unverändert. |
| Positionsabruf ohne Treffer | Abruf abgeschlossen | Akte erscheint unter Kein AIS-Signal; dies ist kein fachlicher Sendungsstatus. |
| Akte Unterwegs | Erfolgreiche Prüfung ohne gemeldete Abweichung | Prüfergebnis wird gespeichert; die Akte bleibt Unterwegs. |
| Akte Unterwegs | Prüfung meldet Verspätung | ETA und Verlauf können aktualisiert, ein offener Verzögerungsalert und eine dringende Aufgabe erzeugt werden. |
| Akte Unterwegs | Prüfung meldet tatsächliche Ankunft | Status wechselt zu Angekommen; tatsächliche Ankunft, Verlauf, Ankunftsalert und Aufgabe können erzeugt werden. |
| Offener Tracking-Alert | Bestätigen | Alert wird bestätigt und verschwindet aus der offenen Liste; Akte, ETA und Aufgabe bleiben unverändert. |
| Provider nicht konfiguriert oder nicht erreichbar | Prüfung auslösen | Prüfung schlägt geschlossen fehl; Live-Fachdaten werden nicht verändert. |
Wiederholen Sie eine simulierte Verzögerungsprüfung derzeit nicht ungeprüft: Mehrere Läufe können die ETA erneut verschieben und zusätzliche Aufgaben erzeugen. Öffnen Sie die Akte nach jeder Prüfung und kontrollieren Sie ETA, Verlauf und Aufgabenbestand.
Was im Hintergrund passiert
Abschnitt betitelt „Was im Hintergrund passiert“Das Dashboard lädt die Zusammenfassung ungefähr minütlich und die offenen Alerts ungefähr alle 30 Sekunden neu. Die Flottenkarte lädt beim Öffnen und nach Aktualisieren. Sie besitzt keine automatische Aktualisierung. Das angezeigte Aktualisierungsdatum bezieht sich auf den letzten Dashboard-Abruf.
Für die Flottenkarte wird der gespeicherte Schiffsname in einem externen, webbasierten AIS-Dienst gesucht. Der erste gefundene Schiffstreffer wird verwendet und seine zuletzt verfügbare Position kurzzeitig zwischengespeichert. Der Name wird nicht durch eine gespeicherte MMSI abgesichert. Prüfen Sie deshalb insbesondere bei gleichen oder ähnlichen Schiffsnamen Identität, Position und Ziel. Die Karte verwendet außerdem externe Kartendaten.
Die ETA-Prüfung ist davon getrennt. Ohne erreichbaren Live-Provider und bei ausgeschalteter Simulation bricht sie ab, statt simulierte Werte in Produktionsdaten zu übernehmen. Der derzeitige Live-Adapter übernimmt aus einer erfolgreichen Antwort jedoch noch keine ETA-, Verspätungs-, Ankunfts- oder Positionswerte. Eine funktionierende Netzantwort ist daher noch kein fachlich verwertbarer Live-Nachweis.
Eine Seefrachtprüfung wird im geprüften Stand nicht automatisch im Hintergrund geplant. Alle prüfen und Jetzt prüfen sind manuelle Aktionen. „Alerts“ bedeutet daher nicht, dass jede Akte ohne Benutzeraktion fortlaufend überwacht wird.
Bei Alle prüfen werden berechtigte Akten nacheinander verarbeitet. Das System zählt erfolgreiche, verspätete, angekommene und fehlerhafte Prüfungen. Die Oberfläche zeigt im Erfolgshinweis derzeit nur einen Teil dieser Zähler. Ein Fehler bei einer Akte verhindert nicht zwingend die Bearbeitung der übrigen Akten.
Erkannte Verzögerungen können die ETA der Akte überschreiben, einen Verlaufseintrag erzeugen und eine dringende Aufgabe anlegen. Für denselben offenen Verzögerungsalert gibt es eine Duplikatprüfung; zusätzliche Aufgaben können bei Wiederholung trotzdem entstehen. Eine bestätigte Warnung speichert Zeitpunkt und Zustand, aber keinen sichtbaren Bearbeiter. Offene Alerts werden auf 50 Einträge begrenzt.
Automatisierte Prüfungen belegen die geschlossene Ablehnung ohne Provider sowie grundlegende Mandanten- und OE-Trennung für Übersicht, Einzelstatus und Alerts. Nicht ausreichend abgedeckt sind die Auswertung echter Providerantworten, wiederholte ETA-Änderungen, Aufgaben-Duplikate, die Zuordnung gleichnamiger Schiffe, sichere Kartentexte, Teilfehler bei Alle prüfen, ein Seefracht-Scheduler und die vollständige Rollen-/Lizenzkombination.
Typische Fehler und Lösungen
Abschnitt betitelt „Typische Fehler und Lösungen“| Meldung oder Beobachtung | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Tracking fehlt im Arbeitsbereich-Wähler | Tracking-Lizenz, aktive OE oder Modulzuordnung fehlt | Aktive Organisationseinheit und Lizenz administrativ prüfen. |
| Dashboard lädt, aber Aktionen fehlen | Nur-Lese-Lizenz, fehlendes Sendungs-Bearbeitungsrecht oder zusätzliche TMS-Verknüpfung in der Oberfläche | Rolle, Lizenz und TMS-Zuordnung prüfen; Rechte nicht unnötig erweitern. |
| Tracking-Daten werden geladen… bleibt sichtbar | Abruf ist langsam oder nicht abgeschlossen | Netzwerk- und Serverzustand durch einen Administrator prüfen; nicht mehrfach parallel laden. |
| Keine Akten mit Status „Unterwegs“ gefunden | Keine passende, nicht archivierte Akte im erlaubten OE-Bereich | Status, Archivierung und aktive Organisationseinheit in der Aktenübersicht prüfen. |
| Flottenpositionsdaten konnten nicht geladen werden | Positionsdienst, Netzwerk oder Serverabruf ist fehlgeschlagen | Später einmal Aktualisieren; bei Wiederholung externen Dienst und Serverprotokoll administrativ prüfen. |
| Kein AIS-Signal | Kein eindeutiger Treffer oder keine Position für den gespeicherten Schiffsnamen | Schiffsname und Stammdaten prüfen; Position über freigegebene Quelle gegenprüfen. |
| Marker zeigt offenbar das falsche Schiff | Namenssuche verwendet den ersten Treffer und keine verbindliche MMSI-Zuordnung | Nicht operativ übernehmen; Schiff anhand MMSI, Reise und Route extern verifizieren. |
| Tracking-Prüfung fehlgeschlagen | Provider nicht konfiguriert, nicht erreichbar oder Aktion nicht erlaubt | Providerzustand, Lizenz, Recht und OE-Zugriff administrativ prüfen. |
| Live-Tracking ist nicht konfiguriert; Simulation ist in Produktion deaktiviert | Kein Live-Schlüssel und keine zulässige Simulation | Live-Provider korrekt konfigurieren; Simulation nicht für Produktionsdaten freischalten. |
| Tracking-Provider ist nicht erreichbar; Live-Daten wurden nicht verändert | Liveabruf ist technisch fehlgeschlagen | Keine manuellen Fantasiewerte übernehmen; Provider und Verbindung prüfen und später kontrolliert wiederholen. |
| Alle geprüft erscheint trotz fehlender Einzelakte | Teilfehler werden im sichtbaren Erfolgshinweis nicht ausgewiesen | Tabelle, Alerts und betroffene Akten einzeln kontrollieren; technische Fehlerzahl administrativ prüfen. |
| Planm. erscheint ohne bekannten Liveabruf | 0 gespeicherte Verzögerung wird als planmäßig dargestellt | Zeitpunkt und Quelle der letzten Prüfung in der Akte verifizieren; Anzeige nicht allein verwenden. |
| ETA verschiebt sich nach erneuter Simulation weiter | Simulation baut auf der bereits geänderten ETA auf | Keine weitere Prüfung auslösen; Original-ETA und Verlauf fachlich rekonstruieren und technisch korrigieren lassen. |
| Nach Bestätigen bleibt die Aufgabe offen | Alert-Bestätigung bearbeitet keine Aufgabe | Zugehörige Aufgabe separat nach dem festgelegten Arbeitsprozess erledigen. |
| Kunden informieren zeigt Erfolg, aber keine Nachricht ist vorhanden | Aktion versendet derzeit keine Nachricht | Kundenkommunikation über den freigegebenen E-Mail-Arbeitsbereich ausführen und Versandnachweis prüfen. |