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Container, VGM und Free Time bearbeiten

Container werden direkt an einer gespeicherten Seefrachtakte gepflegt. In einer Export-Akte finden Sie sie unter Container & Ware, in einer Import-Akte unter Container & Nachlauf. Dort können Sie Container einzeln oder gesammelt anlegen, Gewichte und Zollbezüge erfassen, VGM dokumentieren und Free-Time-Daten pflegen.

Der separate Arbeitsbereich Ocean Import → Demurrage-Waechter fasst bekannte Demurrage- und Detention-Fristen als Ueberfaellig, Bald faellig oder OK zusammen. Dort werden auch Free-Time-Regeln angelegt. Die Watchlist ist eine interne Rechen- und Priorisierungshilfe: Sie ersetzt weder die Prüfung beim Carrier oder Terminal noch eine verbindliche Gebührenauskunft.

TODO: Screenshot – Geöffneter Container in einer neutralen Seefracht-Demoakte mit VGM- und Free-Time-Bereich

Für die Akte muss je nach Richtung das Modul Ocean Export oder Ocean Import in der aktuellen Organisationseinheit freigeschaltet sein. Außerdem gelten diese Rechte:

Aktion Erforderliches Recht
Container und bekannte Fristen in einer Akte ansehen Akten lesen
Container anlegen, ändern oder löschen Akten bearbeiten
VGM einreichen oder Free-Time-Regel anwenden Akten bearbeiten
Free-Time-Regeln anlegen oder eigene Regeln aktivieren/deaktivieren Akten bearbeiten

Die Containerbearbeitung in der Akte ist für Benutzer ohne Bearbeitungsrecht deaktiviert. Im Demurrage-Waechter können Eingaben und Umschalter dagegen auch sichtbar sein, wenn das Bearbeitungsrecht fehlt; die sichtbare Schaltfläche ist keine Berechtigungszusage und die Aktion wird abgewiesen.

Containeraktionen und Statusanzeigen dürfen nur aus der berechtigten Elternakte der aktuellen Organisationseinheit erfolgen. Erforderlich sind das zur Richtung passende Modul sowie die effektiven Lese- beziehungsweise Bearbeitungsrechte. Verwenden Sie keine technischen Direktwege; vor der Produktivfreigabe sind Aktenbindung, Einheiten-Scope und Rechteprüfung für alle Container- und Statusaktionen intern negativ zu testen.

Free-Time-Regeln sind nicht auf eine Organisationseinheit begrenzt. Eigene Regeln gelten im gesamten Mandanten; zusätzlich können globale, vom Plattformbetrieb bereitgestellte Regeln sichtbar sein. Globale Regeln können im Mandanten nicht geändert werden, auch wenn die Oberfläche einen Umschalter zeigt.

  1. Öffnen Sie eine gespeicherte Ocean-Export- oder Ocean-Import-Akte.
  2. Wechseln Sie zu Container & Ware beziehungsweise Container & Nachlauf.
  3. Wählen Sie den Container-Typ, geben Sie die Anzahl ein und legen Sie die Container an. Die Sammelanlage erzeugt bis zu 200 zunächst unbenannte Container desselben Typs.
  4. Öffnen Sie die Containerkarte und ergänzen Sie Container-Nr., Seal-Nr., Gewicht, Volumen, Packstücke und Warenbeschreibung.
  5. Erfassen Sie bei Bedarf die containerbezogene MRN, Terminal-, Abhol- und Rückgabedaten.
  6. Speichern Sie und gleichen Sie die Summen in der Containerübersicht mit Transportdokumenten und Akte ab.

Das Löschen entfernt den Container dauerhaft aus der Akte; eine belegte Archivierung oder Wiederherstellung gibt es nicht. Ändern Sie die containerbezogene MRN, werden vorhandene Hafenanmeldungs- beziehungsweise Z-Nummer-Daten dieses Containers und der Akte zurückgesetzt und müssen neu geprüft werden.

  1. Öffnen Sie den Bereich VGM des richtigen Containers.
  2. Erfassen Sie ein positives VGM-Gewicht in Kilogramm.
  3. Wählen Sie SM1 für die Verwiegung des gepackten Containers oder SM2 für die berechnete Summe nach dem vereinbarten Verfahren.
  4. Wählen Sie VGM einreichen und kontrollieren Sie anschließend Gewicht, Methode und Zeitstempel in der Containerkarte.
  5. Wird Quelle angezeigt, prüfen Sie die hinterlegte E-Mail-Herkunft und gleichen Sie den Wert trotzdem fachlich ab.

VGM einreichen speichert den Wert intern. Es ist keine belegte Übermittlung an Reederei, Terminal, Hafenplattform oder einen anderen Provider. Auch ein Zeitstempel oder eine E-Mail-Quelle bestätigt weder Annahme noch Richtigkeit beim externen Empfänger. Die externe Meldung muss über den betrieblich vereinbarten, gegebenenfalls integrierten Prozess erfolgen.

  1. Erfassen Sie im Demurrage-Waechter eine Regel mit Regelname, Richtung, optional Carrier und Container-Typ sowie freien Tagen für Demurrage und Detention.
  2. Öffnen Sie danach den Container in der Akte.
  3. Lassen Sie Automatisch passende Regel gewählt oder wählen Sie bewusst eine konkrete Regel.
  4. Ergänzen Sie Terminaleintritt und gegebenenfalls Abholung. Ohne Abholdatum kann keine Detention-Frist berechnet werden.
  5. Wenden Sie die Regel an und prüfen Sie die übernommenen freien Tage und Termine. Die Oberfläche überschreibt dabei vorhandene Free-Time-Werte.
  6. Kontrollieren Sie den Container anschließend im Demurrage-Waechter und prüfen Sie zuerst Ueberfaellig, dann Bald faellig.

Die automatische Auswahl berücksichtigt Richtung, Carrier und Containertyp und bevorzugt spezifische sowie mandanteneigene Regeln. Bei einer ausdrücklich gewählten Regel wird diese fachliche Übereinstimmung derzeit nicht vollständig erzwungen. Wählen Sie deshalb keine unpassende Regel nur deshalb, weil sie in der Liste erscheint; prüfen Sie insbesondere Richtung, Carrier, Containertyp und Aktivstatus.

TODO: Screenshot – Demurrage-Waechter mit anonymisierten Containerfristen und einer neutralen Free-Time-Regel

Feld Pflicht Bedeutung Validierung
Container-Typ Ja Bauart beziehungsweise Größenklasse des Containers Mindestens ein Zeichen; bei Sammelanlage für alle erzeugten Container identisch.
Anzahl Bei Sammelanlage ja Zahl der anzulegenden Container Ganze Zahl von 1 bis 200.
Container-Nr. Nein Standardisierte Containerkennung Leerzeichen und Bindestriche werden entfernt, Buchstaben großgeschrieben; ISO-6346-Format und Prüfziffer müssen gültig sein.
Seal-Nr. Nein Plomben- oder Siegelnummer Maximal 20 Zeichen.
Brutto- / Tara-Gewicht Nein Ladungs- beziehungsweise Leergewicht Numerische Kilogrammwerte; mit VGM und Dokumenten abgleichen.
Volumen (CBM) Nein Volumen der Containerladung Numerischer Wert.
Packstücke Nein Zahl der Kolli im Container Ganzzahliger Wert.
Warenbeschreibung Nein Containerbezogene Ladungsbeschreibung Freitext; ersetzt keine Gefahrgut- oder Zolldokumentation.
Container-MRN Nein Containerbezogener Zollvorgang Genau 18 Zeichen: zweistellige Jahresangabe, zweistelliger Ländercode und 14 alphanumerische Zeichen.
Terminal / Leer-Depot Nein Terminaleintritt beziehungsweise Rückgabeort Freitext; fachlich mit Auftrag und Providerangaben abgleichen.
Feld Pflicht Bedeutung Validierung
VGM-Gewicht Bei VGM-Einreichung ja Verifiziertes Bruttogewicht Muss größer als 0 kg sein.
VGM-Methode Bei VGM-Einreichung ja Verwendetes Ermittlungsverfahren Ausschließlich SM1 oder SM2.
Free-Time-Regel Nein Regel zur Berechnung freier Tage Automatisch passende Regel oder bewusst geprüfte konkrete Regel.
Richtung Bei Regelanlage ja Geltung der Regel IMPORT, EXPORT oder BOTH.
Carrier / Container-Typ Nein Fachliche Einschränkung der Regel Leer bedeutet allgemeine Regel; konkrete Auswahl muss zur Akte passen.
Freie Tage Demurrage / Detention Bei Regelanlage ja Gebührenfreie Zeiträume Jeweils ganze Zahl von 0 bis 365.
Terminaleintritt Nein Startdatum am Terminal Datum; kann Grundlage für das Demurrage-Ende sein.
Demurrage frei bis Nein Ende der gebührenfreien Terminalzeit Wird aus Startdatum und freien Tagen berechnet oder manuell gepflegt.
Abholung Nein Datum der Containerabholung Datum; Voraussetzung für eine berechnete Detention-Frist.
Detention-Frist Nein Ende der gebührenfreien Zeit außerhalb des Terminals Abholdatum plus freie Detention-Tage.
Leerrückgabe / Zurückgegeben Nein Tatsächliche Rückgabe und Abschlusskennzeichen Datum und Kennzeichen gemeinsam fachlich prüfen.

VGM und Free Time besitzen keine gemeinsame lineare Statusfolge. Die Oberfläche leitet getrennte Zustände ab:

Bereich Status Bedeutung
VGM Ausstehend Für den Container ist noch kein interner VGM-Zeitstempel gespeichert.
VGM Eingereicht Gewicht, Methode und Zeitstempel sind intern gespeichert; keine Providerbestätigung.
Free Time OK Mehr als drei Tage bis zur nächsten bekannten Frist.
Free Time Bald faellig Höchstens drei Tage bis zur nächsten bekannten Frist.
Free Time Ueberfaellig Die nächste bekannte Frist ist überschritten.
Rückgabe Offen Container ist nicht als zurückgegeben gekennzeichnet.
Rückgabe Zurückgegeben Rückgabekennzeichen ist gesetzt; Rückgabedatum zusätzlich prüfen.

Ist VGM für alle Container einer Akte gespeichert, versucht NeuraPort eine zugehörige VGM-Aufgabe intern als erledigt zu markieren. Das ändert keine Providerbestätigung. Eine sichtbare Funktion zum Zurücksetzen einer versehentlich eingereichten VGM ist nicht belegt; korrigieren Sie den Containerwert nur nach fachlicher Abstimmung und dokumentieren Sie die Änderung.

Jeder Container bleibt fest seiner Akte zugeordnet. Anlage, Änderung, Löschung, VGM und Regelanwendung laden zuerst die Akte in der aktuellen Organisationseinheit und anschließend den Container unter genau dieser Akte. Containeränderungen stoßen außerdem eine erneute Berechnung aktenbezogener Werte wie Emissionen an.

Eigene Free-Time-Regeln gelten mandantenweit, globale Regeln plattformweit; ein Organisationseinheitenbezug ist im Regelmodell nicht vorhanden. Die automatische Regelsuche berücksichtigt aktive Regeln, Richtung, Carrier und Containertyp. Eine explizit gewählte Regel kann dagegen auch bei unpassender Richtung, unpassendem Carrier oder Containertyp angewendet werden. Die Oberfläche zeigt aktive Regeln, filtert sie aber nicht vollständig nach der geöffneten Akte. Das ist eine offene fachliche Prüflücke.

Beim Anwenden einer Regel wird Demurrage frei bis aus Terminaleintritt, ersatzweise ATA oder ETA, plus freien Demurrage-Tagen gebildet. Die Detention-Frist entsteht erst aus Abholung plus freien Detention-Tagen. Die Containerkarte berechnet verbrauchte Demurrage-Tage dagegen ab ATA, während der Demurrage-Waechter vorrangig das ausdrücklich gespeicherte Fristdatum beziehungsweise Terminaleintritt verwendet. Bei abweichenden Ausgangsdaten können Karte und Watchlist daher unterschiedliche Aussagen zeigen; maßgeblich bleibt die fachlich bestätigte Carrier- oder Terminalfrist.

Der Demurrage-Waechter ist nur als Arbeitsliste für freigegebene Container der aktuellen Organisationseinheit und passenden Richtung zu verwenden. Prüfen Sie vor jeder Bearbeitung Akte, Richtung, Einheit, effektive Rechte und Lizenz. Erscheint ein unerwarteter Datensatz, öffnen oder bearbeiten Sie ihn nicht über Direktwege und melden Sie den Scope-Befund intern. Vor der Produktivfreigabe ist die Sichtbarkeitsgrenze mit mehreren Einheiten und Richtungen negativ zu testen.

Meldung oder Beobachtung Ursache Lösung
Container kann noch nicht angelegt werden Die Akte ist noch nicht gespeichert. Akte zuerst speichern, danach den passenden Container-Tab öffnen.
Containernummer muss dem ISO-6346-Format entsprechen Aufbau oder Zeichen der Nummer sind ungültig. Nummer am Container prüfen und vollständig ohne Zusatztext erfassen.
Prüfziffer der Containernummer ist ungültig Letzte Ziffer passt nicht zur ISO-6346-Berechnung. Originalnummer am Container oder Transportdokument prüfen; Prüfziffer nicht raten.
MRN muss aus 18 Zeichen bestehen (JJ + Ländercode + 14 alphanumerische Zeichen) Container-MRN hat falsche Länge oder Struktur. MRN aus dem Zolldokument vollständig und ohne Leerzeichen übernehmen.
Container nicht gefunden Container gehört nicht zur geöffneten freigegebenen Akte oder ist nicht mehr verfügbar. Akte aus der richtigen Liste neu öffnen; keine technischen Werte oder Direktwege ausprobieren.
VGM erscheint als eingereicht, aber Provider bestätigt nichts Die Aktion speichert VGM nur intern. Vereinbarten externen Meldeweg nutzen und Providerbestätigung separat dokumentieren.
Keine passende Free-Time-Regel gefunden Keine aktive Regel passt zu Richtung, Carrier und Containertyp. Regelmerkmale prüfen oder mit Bearbeitungsrecht eine passende mandantenweite Regel anlegen.
Gewählte Regel liefert fachlich falsche Fristen Explizite Regelauswahl erzwingt die Kompatibilität nicht vollständig. Anwendung stoppen, Richtung, Carrier, Typ und Aktivstatus prüfen und korrekte Werte erneut anwenden.
Vorhandene Fristen ändern sich nach Regelanwendung Die Oberfläche wendet die Regel überschreibend an. Neue Werte mit Bestätigung vergleichen und falsche Termine sofort berichtigen.
Globale Regel lässt sich nicht umschalten Globale Regeln sind sichtbar, aber im Mandanten nicht änderbar. Eigene Regel anlegen oder Plattformbetrieb kontaktieren.
Containerkarte und Demurrage-Waechter weichen ab Beide Anzeigen können unterschiedliche Startdaten verwenden. Terminaleintritt, ATA, ETA, Abholung und gespeicherte Fristen vergleichen; bestätigte Frist dokumentieren.
Demurrage-Waechter zeigt einen unerwarteten Datensatz Einheit, Richtung oder effektiver Zugriffsbereich passt möglicherweise nicht. Nicht öffnen oder bearbeiten; Befund intern melden und nur in der regulären Aktenansicht handeln.
Containerstatus ist außerhalb der berechtigten Aktenansicht sichtbar Der angezeigte Zugriff entspricht möglicherweise nicht den effektiven Aktenrechten. Keine Direktaufrufe verwenden; Berechtigung und Scope intern prüfen lassen.