Plattformlizenzen und Plattformkonten verwalten
Zweck und Einsatzbereich
Abschnitt betitelt „Zweck und Einsatzbereich“Unter Plattform → Einstellungen → Produkte & Lizenzen verwalten Plattformoperatoren die vertragliche Freigabe eines Mandanten. Die Konsole zeigt den aktuellen Enforcement-Modus, lässt einen Mandanten auswählen und pflegt:
- Tarif, Vertragsstatus, Vertragsbeginn und Vertragsende,
- Benutzerlimit und Abrechnungsplan,
- Status, Gültigkeit und Volumenlimit der Mandantenmodule,
- zusammengefasste Nutzung sowie KI-Verbrauch und CSV-Export.
Diese Plattformfreigabe ist nur die obere Lizenzstufe. Ob ein gebuchtes Modul in einer bestimmten Organisationseinheit verfügbar ist, entscheidet anschließend deren separate OE-Aktivierung. Diese Schalter sind nicht Teil der Plattformkonsole; sie werden im Mandantenkonto unter Einstellungen → Produkte & Lizenzen verwaltet.
Das Plattformmerkmal ist unabhängig vom sichtbaren Rollennamen. Ein reines Plattformkonto besitzt keinen Mandanten und keine aktuelle Organisationseinheit. Es darf die vorgesehenen Kontrollfunktionen nutzen, erhält dadurch aber keinen allgemeinen Zugriff auf Akten, Kunden, CRM-, Finanz- oder sonstige operative Mandantendaten.
Voraussetzungen und Berechtigungen
Abschnitt betitelt „Voraussetzungen und Berechtigungen“Sie benötigen ein aktives, ausdrücklich als Plattformadministrator eingerichtetes Konto. Eine Mandantenrolle wie ADMIN oder MANAGER genügt nicht. Umgekehrt darf ein Plattformkonto die hier beschriebenen Kontrollfunktionen nur nach abgeschlossener E-Mail-Bestätigung verwenden.
| Aufgabe | Plattformadministrator | Mandantenadministrator |
|---|---|---|
| Mandantenliste und Plattform-Enforcement ansehen | Ja | Nein |
| Vertrag und Benutzerlimit ändern | Ja | Nein |
| Mandantenmodul anlegen oder Status ändern | Ja | Nein |
| Modul je Organisationseinheit aktivieren | Nein in dieser Konsole | Ja im eigenen Mandanten |
| Operative Mandantendaten öffnen | Kein allgemeiner Zugriff | Nach Rolle, Lizenz, OE- und Objektscope |
| Plattform-Lizenzänderungen im normalen Änderungsprotokoll lesen | Nein | Berechtigte Mandantenrollen im eigenen Mandanten |
Für reine Plattformkonten ist keine sichtbare Selbstverwaltung zum Anlegen, Hochstufen oder Löschen weiterer Plattformkonten belegt. Die Oberfläche verwaltet Verträge und Mandantenmodule, nicht den Plattformkontenbestand. Verwenden Sie daher nur vorab autorisierte Konten; eine normale Benutzer- oder eigene Rolle darf nicht als Ersatz dienen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Abschnitt betitelt „Schritt-für-Schritt-Anleitung“Plattformzugang erstmals bestätigen
Abschnitt betitelt „Plattformzugang erstmals bestätigen“- Melden Sie sich mit dem bereitgestellten Plattformkonto an.
- Wenn E-Mail-Adresse bestätigen erscheint, wählen Sie Bestätigungscode senden.
- Öffnen Sie das Postfach der angezeigten Plattformadresse und übertragen Sie den sechsstelligen Code. Geben Sie den Code nicht an andere Personen weiter und nehmen Sie ihn nicht in Screenshots auf.
- Wählen Sie Code bestätigen. Nach erfolgreicher Prüfung lädt NeuraPort den Plattformzugang neu.
- Ist der Code abgelaufen oder verbraucht, warten Sie den angezeigten Countdown ab und wählen Sie Neuen Code senden. Wiederholte Fehlversuche verwerfen den Code.
Bis zur Bestätigung bleiben die Plattformfunktionen gesperrt. Profilabruf, Codeversand und -prüfung, Passwortwechsel sowie Abmeldung bleiben erreichbar.
Vertrag eines Mandanten verwalten
Abschnitt betitelt „Vertrag eines Mandanten verwalten“- Öffnen Sie Plattform → Einstellungen → Produkte & Lizenzen.
- Lesen Sie zuerst den sichtbaren Enforcement-Modus. ENFORCE blockiert Lizenzverstöße; AUDIT protokolliert sie nur; OFF setzt die Lizenzprüfung nicht durch. Der Modus ist hier nur sichtbar und nicht änderbar.
- Wählen Sie unter Mandant die gewünschte Organisation. Verwenden Sie für Tests ausschließlich einen isolierten Demomandanten.
- Prüfen Sie im Abschnitt Vertrag die vorhandenen Werte. Die Plattformansicht zeigt die Zahl aktiver Benutzer derzeit nicht an; klären Sie die aktuelle Belegung vor einer Absenkung des Limits im Mandantenkonto.
- Wählen Sie Tarif und Status, tragen Sie bei Bedarf Beginn, Ende, Benutzerlimit und Abrechnungsplan ein.
- Prüfen Sie Beginn und Ende manuell auf Plausibilität. Das System erzwingt derzeit keine Reihenfolge der beiden Zeitpunkte und berücksichtigt einen zukünftigen Beginn nicht als Zugriffssperre.
- Wählen Sie Vertrag speichern. Erst die Erfolgsmeldung Vertrag gespeichert bestätigt die Übernahme.
Eine Absenkung unter die bereits aktive Benutzerzahl deaktiviert keine bestehenden Konten. Sie verhindert erst die Anlage eines weiteren aktiven Benutzers beziehungsweise die Reaktivierung eines deaktivierten Benutzers.
Mandantenmodule verwalten
Abschnitt betitelt „Mandantenmodule verwalten“- Prüfen Sie auf jeder Modulkarte den angezeigten Status.
- Wählen Sie Active, Trial, Read only oder Suspended. Die Statusänderung wird unmittelbar gespeichert; es gibt dafür keinen zusätzlichen Speichern-Schalter.
- Ändern Sie Gültig bis oder Volumenlimit nur einzeln. Diese Felder speichern beim Verlassen des Feldes.
- Warten Sie nach jeder Änderung auf Mandantenlizenz gespeichert, bevor Sie den Mandanten wechseln oder ein weiteres Feld bearbeiten.
- Lassen Sie die benötigten Module anschließend durch die Mandantenadministration den vorgesehenen Organisationseinheiten zuordnen.
AI Automation ist als Always-on · nicht deaktivierbar gekennzeichnet. Status und Gültigkeit können in der Oberfläche nicht eingeschränkt werden. Ein KI-Volumenlimit dient der Kontingent- und Mehrverbrauchsanzeige; eine Überschreitung schaltet die KI nicht ab.
Feldreferenz
Abschnitt betitelt „Feldreferenz“| Feld | Pflicht | Bedeutung | Validierung |
|---|---|---|---|
| Enforcement-Modus | Systemseitig | Bestimmt, ob negative Lizenzentscheidungen blockieren | ENFORCE blockiert; AUDIT protokolliert ohne Blockade; OFF blockiert ebenfalls nicht. In dieser Ansicht nur lesbar. |
| Mandant | Ja | Organisation, deren Vertrag und Module bearbeitet werden | Muss existieren; die Auswahl ist plattformweit. |
| Tarif | Ja | Vertragsstufe TRIAL, STANDARD, PROFESSIONAL oder ENTERPRISE | Die Stufe allein schaltet kein fachliches Modul frei. |
| Status | Ja | Vertragszustand ACTIVE, PAST_DUE, CANCELED oder EXPIRED | PAST_DUE und CANCELED führen bei normalen Modulen effektiv zu Nur-Lesen; EXPIRED sperrt. |
| Beginn | Nein | Dokumentierter Startzeitpunkt des Vertrags | Wird gespeichert, aber derzeit nicht als Zugriffssperre ausgewertet. |
| Ende | Nein | Ablaufzeitpunkt des Vertrags | Ein erreichter Zeitpunkt wirkt wie EXPIRED. Keine automatische Plausibilitätsprüfung gegen Beginn. |
| Benutzerlimit | Ja | Maximale Anzahl aktiver interner Mandantenbenutzer für Anlage und Reaktivierung | Ganze Zahl ab 1. Bestehende aktive Konten werden bei einer Absenkung nicht deaktiviert. Ohne angelegten Vertrag greift diese Grenze nicht. |
| Abrechnungsplan | Ja | Freitextbezeichnung der Abrechnungsvereinbarung | Keine sichtbare Auswahl- oder Längenprüfung; verwenden Sie den vereinbarten internen Bezeichner. |
| Modulstatus | Ja je gebuchtem Modul | Active, Trial, Read only oder Suspended | Read only erlaubt Lesen und vorhandene Exporte; Suspended sperrt. Statuswahl speichert sofort. |
| Gültig bis | Nein | Befristung des Mandantenmoduls | Ein erreichter Zeitpunkt sperrt das Modul; bei Trial wird der Ablauf gesondert gekennzeichnet. Speichert beim Verlassen. |
| Volumenlimit | Nein | Nutzungs- oder Kontingentgrenze des Moduls | Ganze Zahl ab 0; leer bedeutet unbegrenzt. Die allgemeine Modulprüfung erzwingt dieses Limit nicht als harte Sperre. |
| Nutzung | Systemseitig | Summierte Verbrauchsereignisse des Mandanten | Anzeige ist aggregiert und ersetzt keine fachliche Abrechnungskontrolle. |
Status und mögliche Übergänge
Abschnitt betitelt „Status und mögliche Übergänge“| Ausgangszustand | Änderung | Wirksames Ergebnis |
|---|---|---|
| Plattform-E-Mail unbestätigt | Gültigen Code bestätigen | Plattformzugang wird freigegeben. |
| Code gültig | Zu viele falsche Eingaben oder Ablauf | Code wird unbrauchbar; neuen Code anfordern. |
| Vertrag ACTIVE | PAST_DUE oder CANCELED speichern | Normale Module werden effektiv nur lesbar; Schreiben und Automationen werden negativ entschieden. |
| Beliebiger Vertrag | EXPIRED speichern oder Endzeitpunkt erreichen | Normale Module werden gesperrt. |
| EXPIRED, PAST_DUE oder CANCELED | ACTIVE mit gültigem Ende speichern | Vertrag wird wieder aktiv bewertet; Modul-, OE-, Benutzer- und Rollenprüfung gelten weiterhin. |
| Modul ACTIVE | READ_ONLY speichern | Lesen und erlaubter Export bleiben möglich; Schreiben und Automation werden negativ entschieden. |
| Modul ACTIVE, READ_ONLY oder TRIAL | SUSPENDED speichern | Modul wird gesperrt. |
| Modul TRIAL | Gültig bis erreicht | Stündliche Lebenszyklusprüfung setzt die Testfreigabe auf SUSPENDED und erhält den Ablaufgrund. |
| Modul im Mandanten freigegeben | Keine OE-Aktivierung vorhanden | Modul bleibt in der betreffenden Organisationseinheit unzugänglich. |
| Benutzerlimit erreicht | Benutzer anlegen oder deaktiviertes Konto reaktivieren | Aktion wird mit USER_LIMIT_REACHED abgewiesen. |
| Benutzerlimit unter aktive Zahl abgesenkt | Vertrag speichern | Bestehende Konten bleiben aktiv; weitere Anlage oder Reaktivierung ist blockiert. |
Was im Hintergrund passiert
Abschnitt betitelt „Was im Hintergrund passiert“Die Lizenzentscheidung folgt mehreren getrennten Stufen: Mandantenvertrag, Mandantenmodul, Aktivierung in der aktuellen Organisationseinheit, Benutzerzuweisung und fachliches Rollenrecht. Die Plattformkonsole verwaltet nur Vertrag und Mandantenmodul. Eine dort erfolgreiche Änderung verleiht einem Benutzer daher noch keinen operativen Zugriff.
Für normale Module sperren EXPIRED, ein erreichtes Vertragsende, ein erreichtes Modulende und SUSPENDED den Zugriff. PAST_DUE, CANCELED und READ_ONLY erlauben Lesen und ein vorhandenes Exportrecht, nicht aber Schreiben oder Automation. Abgelaufene Testmodule werden stündlich dauerhaft auf SUSPENDED gesetzt. AI Automation wird als dauerhafte Plattformfunktion von diesen Sperr- und Nur-Lesen-Regeln ausgenommen.
Der Enforcement-Modus liegt außerhalb der bearbeitbaren Vertragsfelder. In AUDIT oder OFF kann eine fachlich negative Lizenzentscheidung weiterlaufen; nur AUDIT erzeugt dabei das vorgesehene technische Ablehnungsprotokoll. Deshalb muss der sichtbare Modus vor einer produktiven Lizenzprüfung ausdrücklich berücksichtigt werden.
Vertrags- und Mandantenmoduländerungen erzeugen einen Eintrag mit altem und neuem Wert im Änderungsstrom des betroffenen Mandanten. Das reine Plattformkonto darf dieses normale Mandantenprotokoll jedoch nicht öffnen. Eine unabhängige Plattformansicht zur unmittelbaren Kontrolle des gerade erzeugten Eintrags ist nicht belegt.
Die Bearbeitungsoberfläche überträgt bei Vertrag speichern nicht dargestellte Vertragsmetadaten und eine vorhandene Abrechnungs-E-Mail-Adresse nicht wieder. Auch eine Moduländerung überträgt nicht dargestellte modulspezifische Tarife nicht. Diese Werte können dadurch gelöscht werden. Klären Sie vor einer Änderung, ob solche erweiterten Vertragsdaten verwendet werden.
Die Modulfelder Gültig bis und Volumenlimit sind nicht an den Mandantenwechsel gekoppelt zurückgesetzt. Nach einem schnellen Wechsel kann ein Feld noch den Wert des zuvor ausgewählten Mandanten anzeigen. Verlassen Sie ein solches Feld nicht, sondern laden Sie die Ansicht neu und prüfen Sie den ausgewählten Mandanten erneut.
Automatisierte Tests belegen die Mandantensperre für normale Administratoren, die E-Mail-Bestätigung des Plattformkontos, Modulstatus und Lesemodus, abgelaufene Testmodule, das Benutzerlimit bei Neuanlage sowie die Always-on-Regel der KI. Nicht gezielt abgedeckt sind der vollständige Browserablauf der Plattformkonsole, Audit-Einträge nach jeder sichtbaren Lizenzänderung, gleichzeitige Bearbeitung, Absenkung unter den aktiven Benutzerbestand und der Mandantenwechsel mit bereits gerenderten Datums- oder Volumenfeldern.
Typische Fehler und Lösungen
Abschnitt betitelt „Typische Fehler und Lösungen“| Meldung oder Beobachtung | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| EMAIL_VERIFICATION_REQUIRED | Plattform-E-Mail ist noch nicht bestätigt. | Bestätigungscode senden, sechsstelligen Code eingeben und Code bestätigen. |
| „Bestätigungscode konnte nicht gesendet werden“ | Versanddienst oder Mailkonfiguration ist nicht verfügbar. | Nicht wiederholt senden; Plattformbetrieb prüfen lassen oder abmelden. |
| „Code abgelaufen. Bitte fordere einen neuen Code an.“ | Code fehlt oder seine Gültigkeit ist überschritten. | Countdown abwarten und Neuen Code senden. |
| „Zu viele Fehlversuche. Bitte fordere einen neuen Code an.“ | Maximale Zahl falscher Eingaben ist erreicht. | Neuen Code anfordern; keine Codes erraten. |
| „Vertrag konnte nicht gespeichert werden“ | Mandant, Pflichtwert, Datumswert oder Benutzerlimit wurde abgewiesen; die Oberfläche zeigt den genauen Grund nicht an. | Auswahl und Werte prüfen, neu laden und nur einmal speichern; bei Wiederholung Plattformbetrieb mit Zeitpunkt informieren. |
| „Lizenz konnte nicht gespeichert werden“ | Modulwert wurde abgewiesen oder der Mandant ist nicht mehr verfügbar. | Mandant und Modulstatus neu laden; Always-on-KI nicht einschränken. |
| Benutzerlimit wurde gesenkt, aber zu viele Benutzer bleiben aktiv. | Die Grenze deaktiviert keine vorhandenen Konten. | Aktive Belegung im Mandanten prüfen; Konten nur nach organisatorischer Freigabe deaktivieren oder Limit korrigieren. |
| USER_LIMIT_REACHED | Aktive Benutzerzahl liegt am oder über dem Vertragslimit. | Benutzerbestand und Limit prüfen; nicht benötigte Konten kontrolliert deaktivieren oder Vertrag anpassen. |
| Vertrag beginnt erst künftig, Modul ist aber schon erreichbar. | Beginn wird derzeit nicht als Zugriffssperre ausgewertet. | Modul bis zum Start separat Suspended halten beziehungsweise OE-Aktivierung noch nicht setzen. |
| Modul ist gebucht, erscheint im Mandanten aber nicht. | Modul ist in der aktuellen Organisationseinheit nicht aktiviert oder Benutzer/Rolle ist nicht berechtigt. | Mandantenadministration soll OE-Aktivierung, Zuweisung und Rolle prüfen. |
| Datums- oder Volumenwert passt nach Mandantenwechsel nicht. | Eingabefeld kann noch den Wert des vorherigen Mandanten enthalten. | Nichts ändern, Ansicht neu laden und Mandant sowie Wert erneut prüfen. |
| Erweiterte Vertragsdaten fehlen nach dem Speichern. | Nicht sichtbare Metadaten, Abrechnungs-E-Mail-Adresse oder Modultarife wurden von der Oberfläche nicht erhalten. | Änderung stoppen und anhand des Änderungsprotokolls beziehungsweise einer Sicherung durch berechtigte Stellen rekonstruieren lassen. |
| Lizenzverstoß wird nicht blockiert. | Enforcement-Modus ist AUDIT oder OFF. | Sichtbaren Modus dokumentieren und durch Plattformbetrieb außerhalb dieser Ansicht korrekt konfigurieren lassen. |
| Plattformoperator findet den Lizenz-Auditeintrag nicht. | Lizenzänderung liegt im Mandantenprotokoll; Plattformkonten dürfen dieses nicht lesen. | Kontrolle durch eine berechtigte Mandantenrolle oder einen gesonderten, freigegebenen Betriebsprozess durchführen. |