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Schiffe und AIS-Informationen verwalten

Unter Stammdaten → Schiffe verwalten Sie die Schiffe, die in NeuraPort für die operative Arbeit zur Verfügung stehen. Die Liste enthält die Einträge Ihres Mandanten sowie gegebenenfalls zentral bereitgestellte Referenzschiffe. Sie können nach Name, IMO-Nummer, MMSI oder Flagge suchen und inaktive Einträge einblenden.

In einer gespeicherten Seefrachtakte kann NeuraPort anhand des Schiffsnamens nach einer MMSI suchen und anschließend die letzte bekannte AIS-Position anzeigen. Angezeigt werden je nach Datenlage eine Karte, Koordinaten, Geschwindigkeit, Kurs, Zielhafen und der Zeitpunkt des letzten Signals. Die Bezeichnung AIS Live-Position bedeutet dabei nicht, dass eine jederzeit aktuelle oder lückenlose Position zugesichert ist.

TODO: Screenshot – Schiffsliste mit geöffnetem Bearbeitungsdialog

Für die Schiffsstammdaten muss in der aktuell gewählten Organisationseinheit mindestens ein Transportmodul freigegeben sein. Dazu zählen Ocean Export, Ocean Import, Air Export, Air Import, Road oder Warehouse. Zum Lesen ist das Kunden-Stammdatenrecht erforderlich. ADMIN, MANAGER und ACCOUNTANT dürfen Schiffe anlegen, bearbeiten und archivieren; andere Rollen sehen in der Liste den Hinweis Nur Lesen · Änderungen durch Management oder Buchhaltung.

Für AIS-Abfragen benötigen Sie zusätzlich das Tracking-Leserecht. Die AIS-Karte in einer Akte setzt außerdem voraus, dass Sie diese Akte öffnen dürfen. Die Buchhaltungsrolle darf zwar Schiffsstammdaten pflegen, besitzt in der Standardbelegung jedoch kein Tracking-Leserecht und kann AIS-Abfragen deshalb nicht allein aufgrund ihrer Stammdatenrechte nutzen.

Die Modulfreigabe wird für die aktuell gewählte Organisationseinheit geprüft. Die Schiffsdaten selbst besitzen jedoch keine Zuordnung zu einer Organisationseinheit: Mandanteneigene Schiffe sind damit innerhalb des Mandanten organisationseinheitenübergreifend sichtbar. Zentral bereitgestellte Referenzschiffe sind ebenfalls lesbar, können durch einen Mandanten aber nicht geändert werden. Plattformadministratoren sehen den normalen Menüweg Stammdaten → Schiffe nicht und besitzen dort keinen Mandantenkontext für den lizenzierten Zugriff.

AIS-Daten, die Kartenansicht und externe Detailseiten hängen von erreichbaren externen Diensten ab. Es gibt für diese AIS-Anzeige keinen simulierten Ersatz. Eine Umgebung ohne funktionierenden externen Abruf liefert daher keine erfundene Position.

  1. Wechseln Sie in einen freigegebenen Transportarbeitsbereich.
  2. Öffnen Sie in der horizontalen Menüleiste Stammdaten und wählen Sie Schiffe.
  3. Suchen Sie zunächst nach Name, IMO-Nummer oder MMSI, damit kein zweiter Eintrag für dasselbe Schiff entsteht.
  4. Wählen Sie Neues Schiff. Tragen Sie mindestens Name ein und ergänzen Sie nach Möglichkeit IMO-Nummer, MMSI und Flagge.
  5. Lassen Sie Aktiv eingeschaltet und wählen Sie Speichern. NeuraPort bestätigt die Anlage mit Schiff angelegt.
  6. Zum Ändern öffnen Sie am betreffenden Listeneintrag Bearbeiten, korrigieren die Werte und speichern erneut.

Zum Ausblenden eines nicht mehr benötigten Schiffes wählen Sie Archivieren. Der Eintrag wird inaktiv, aber nicht gelöscht. Mit Inaktive anzeigen können Sie ihn wieder aufrufen; im Dialog Schiff bearbeiten lässt er sich durch Aktivieren von Aktiv und erneutes Speichern reaktivieren.

  1. Öffnen Sie eine bereits gespeicherte Seefrachtakte und wechseln Sie in den Bereich Buchung.
  2. Prüfen Sie die Felder Schiff / Vessel und MMSI. Sobald mindestens eines dieser Felder befüllt ist, erscheint die Karte AIS Live-Position.
  3. Ist eine MMSI vorhanden, lädt NeuraPort die dazu zuletzt verfügbare Position.
  4. Ist nur der Schiffsname vorhanden und mindestens drei Zeichen lang, startet NeuraPort eine externe Schiffssuche. Bei einem exakt gleich benannten Treffer wird dessen MMSI direkt übernommen. Bei mehreren Treffern wählen Sie den fachlich passenden Eintrag anhand von Name und MMSI aus.
  5. Prüfen Sie die übernommene MMSI. Speichern Sie die Akte, damit die Änderung am Aktenfeld dauerhaft erhalten bleibt.
  6. Wählen Sie in der AIS-Karte Aktualisieren, wenn Sie den Abruf erneut anstoßen möchten. Innerhalb von fünf Minuten kann weiterhin ein zwischengespeichertes Ergebnis mit dem Hinweis Gecacht (5 Min) erscheinen.

TODO: Screenshot – AIS Live-Position mit neutralem Suchtreffer

Die Schiffssuche übernimmt nur die MMSI in die geöffnete Akte. Sie legt keinen neuen Eintrag unter Stammdaten → Schiffe an und gleicht bestehende Schiffsstammdaten nicht automatisch ab. Eine als Hafenabfrage vorgesehene Integrationsfunktion ist technisch vorhanden, hat im geprüften Stand aber keinen belegten Bedienweg in der Oberfläche. Sie verwendet den Hafennamen als allgemeine externe Suche; daraus folgt keine bestätigte Aussage, dass ein Treffer tatsächlich im Hafen liegt oder dort erwartet wird.

Feld Pflicht Bedeutung Validierung
Name Ja Bezeichnung des Schiffes in den Stammdaten 1 bis 255 Zeichen. Leere oder nur aus Leerzeichen bestehende Eingaben werden in der Oberfläche abgewiesen.
IMO-Nummer Nein Internationale Identifikationsnummer des Schiffes Maximal 20 Zeichen. NeuraPort prüft im Stammdatenformular kein festes IMO-Ziffernformat.
MMSI Nein Kennung für die AIS-Abfrage Maximal 20 Zeichen. Das Stammdatenformular erzwingt kein Ziffernformat; für einen erfolgreichen AIS-Treffer muss die Kennung zur externen Datenquelle passen.
Flagge Nein Flaggenstaat oder eine entsprechende Bezeichnung Maximal 50 Zeichen.
Aktiv Nein Steuert, ob das Schiff in der Standardliste erscheint Neue Schiffe sind standardmäßig aktiv.
Schiff / Vessel (Akte) Nein Schiffsname, mit dem die AIS-Suche angestoßen werden kann Die sichtbare automatische Suche startet ab drei Zeichen. Namensgleichheit allein beweist nicht, dass der Treffer das richtige Schiff ist.
MMSI (Akte) Nein In der Akte gespeicherte AIS-Kennung Ein ausgewählter Suchtreffer füllt dieses Feld; die Akte muss anschließend gespeichert werden.
Position Aus AIS-Daten Letzte gefundene Breiten- und Längenkoordinate Fehlt, wenn kein verwertbares Signal gefunden wurde. Die Karte ist eine externe Kartendarstellung.
Geschwindigkeit Aus AIS-Daten Zuletzt gelieferte Fahrt in Knoten Kann fehlen oder veraltet sein.
Kurs Aus AIS-Daten Zuletzt gelieferter Kurs in Grad mit berechneter Himmelsrichtung Kann fehlen oder veraltet sein.
Zielhafen Aus AIS-Daten Vom Schiff beziehungsweise der Datenquelle gemeldetes Ziel Wird nur angezeigt, wenn ein Wert geliefert wurde; Schreibweise und Aktualität sind providerabhängig.
Letztes Signal Aus AIS-Daten Zeitangabe der zuletzt gemeldeten Position Stammt aus der externen Quelle und ist nicht mit dem Zeitpunkt des NeuraPort-Abrufs gleichzusetzen.
Ausgangszustand Aktion Ergebnis
Neues Schiff Speichern Das Schiff wird mandantenbezogen und standardmäßig als Aktiv angelegt.
Aktiv Archivieren Das Schiff wird Inaktiv und verschwindet aus der Standardliste. Es wird nicht gelöscht.
Inaktiv Inaktive anzeigen, Bearbeiten, Aktiv einschalten und speichern Das Schiff ist wieder aktiv und erscheint erneut in der Standardliste.
AIS-Suche ohne ausgewählte MMSI Exakten Treffer automatisch übernehmen oder einen Treffer auswählen Die MMSI wird in das Aktenformular übernommen; erst das Speichern der Akte macht die Änderung dauerhaft.
AIS-Abfrage mit Position Erneut Aktualisieren NeuraPort fragt die Position erneut ab oder verwendet innerhalb der Zwischenspeicherfrist das vorhandene Ergebnis.
AIS-Abfrage ohne Position Keine automatische Statusänderung Die Akte und das Schiff bleiben unverändert; die Karte meldet, dass keine aktuelle Position verfügbar ist.

AIS-Suche und Positionsabruf ändern weder den Status des Schiffsstammdatensatzes noch den Aktenstatus. Die separate Schiffsverfolgung einer fahrenden oder angekommenen Akte kann eigene Tracking- und ETA-Abläufe besitzen und ist nicht mit der hier beschriebenen AIS-Karte gleichzusetzen.

Mandanteneigene Schiffe werden mit dem Mandanten, nicht aber mit einer Organisationseinheit gespeichert. Bei normalen Benutzern kombiniert die Liste diese Einträge mit zentralen, nur lesbaren Referenzschiffen. Ein Archivierungsvorgang setzt lediglich den Aktivstatus auf inaktiv.

Für die AIS-Karte sendet NeuraPort die MMSI oder bei der Suche den Schiffsnamen an die aktuell implementierte öffentliche Schiffsdatenquelle MyShipTracking. NeuraPort liest die dort zuletzt auffindbaren Angaben aus der öffentlich erreichbaren Webseite; dies ist keine vertraglich zugesicherte Provider-API. Änderungen an Erreichbarkeit, Seitenaufbau, Nutzungsbedingungen oder Datenqualität können Suche und Anzeige daher jederzeit beeinflussen. Eine Suche liefert höchstens zehn Treffer. Erfolgreich geladene Positionen werden im laufenden Backend-Prozess fünf Minuten zwischengespeichert.

Die Kartenabbildung wird von einem OpenStreetMap-basierten externen Kartendienst geladen. Die Links MarineTraffic und MyShipTracking öffnen externe Seiten; die in der AIS-Karte angezeigten Positionsdaten werden im geprüften Stand nicht über den MarineTraffic-Link bezogen. Schiffsname, MMSI und für die Karte erforderliche Koordinaten werden nicht anonymisiert, weil die externen Dienste genau diese Angaben für Suche beziehungsweise Darstellung benötigen. Der produktive Einsatz muss daher betrieblich und datenschutzrechtlich freigegeben werden.

Die AIS-Karte besitzt keinen Simulationsmodus. Davon zu unterscheiden ist der separate Bereich Schiffsverfolgung mit Routenfortschritt und ETA-Prüfung: Dieser kann bei einer ausdrücklich dafür freigegebenen Demo- oder Testkonfiguration Simulation aktiv anzeigen. Eine solche Simulation ist kein AIS-Nachweis und darf nicht als reale Schiffsposition verwendet werden.

Meldung oder Beobachtung Ursache Lösung
Schiffe konnten nicht geladen werden Modulfreigabe, Stammdatenrecht oder Backend-Verbindung fehlen. Prüfen Sie die aktuelle Organisationseinheit und den Transportmodulzugriff. Laden Sie die Ansicht erneut; geben Sie bei anhaltendem Fehler Zeitpunkt und Benutzerrolle an die Administration weiter.
Bitte einen Schiffsnamen eingeben Name ist leer oder enthält nur Leerzeichen. Tragen Sie einen eindeutigen Schiffsnamen ein und speichern Sie erneut.
Schiff konnte nicht gespeichert werden Eingabe, Berechtigung oder Dienstfehler verhindert die Anlage beziehungsweise Änderung. Prüfen Sie Feldlängen und Rolle. Bei einem zentralen Referenzschiff legen Sie keine Änderung im Mandanten an.
Schiff nicht gefunden Der Eintrag gehört zu einem anderen Mandanten, ist nicht sichtbar oder existiert nicht mehr. Kehren Sie zur Schiffsliste zurück und öffnen Sie einen dort sichtbaren Eintrag.
Schiff hat keine MMSI-Nummer hinterlegt Für das gespeicherte Schiff wurde eine positionsbezogene Abfrage ohne MMSI ausgelöst. Ergänzen und speichern Sie eine korrekte MMSI oder verwenden Sie in der Akte die Schiffssuche.
Suche fehlgeschlagen Die externe Schiffssuche ist nicht erreichbar, ihre Antwort ist nicht verwertbar oder zu viele Abfragen wurden in kurzer Zeit ausgelöst. Warten Sie kurz, prüfen Sie die Schreibweise und versuchen Sie es erneut. Übernehmen Sie die MMSI andernfalls erst nach externer fachlicher Prüfung manuell.
AIS-Daten konnten nicht geladen werden Der Positionsabruf ist technisch fehlgeschlagen oder wurde nicht zugelassen. Prüfen Sie Tracking-Recht, MMSI und externe Erreichbarkeit. Wiederholen Sie den Abruf nicht fortlaufend.
Keine aktuelle Position verfügbar. Das Schiff überträgt möglicherweise kein AIS-Signal. Die Quelle lieferte für die MMSI keine verwertbaren Koordinaten. Prüfen Sie die MMSI und den Zeitpunkt des letzten Signals. Arbeiten Sie nicht mit einer angenommenen Position weiter.
AIS-Treffer ist ausgewählt, nach dem Neuladen steht aber wieder die alte MMSI im Feld. Die Übernahme änderte zunächst nur das Aktenformular. Speichern Sie die Akte nach Auswahl des Treffers.
Gecacht (5 Min) NeuraPort zeigt eine zwischengespeicherte erfolgreiche Position. Beachten Sie den angegebenen Stand. Warten Sie die Zwischenspeicherfrist ab, wenn zwingend ein neuer Providerabruf erforderlich ist.
Simulation aktiv erscheint im Bereich Schiffsverfolgung. Der separate ETA-/Routenfortschrittsdienst verwendet in der Umgebung Simulationsdaten. Behandeln Sie diese Werte als Demo. Für eine reale Position verwenden Sie ausschließlich verifizierte Live-Daten in einer produktiv freigegebenen Providerkonfiguration.